A23 bei Hamburg
Mutter bringt Baby auf Standstreifen von Autobahn zur Welt

Auf der A23 bei Hamburg kam das Baby zur Welt
Die A23 bei Hamburg: Was wohl als Geburtsort des Babys angegeben wird? Anschlussstelle Haltsenbek-Krupunder? 
© Marcus Brandt / DPA

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Dieses Baby hatte es besonders eilig: Auf der A23 bei Hamburg hat eine Frau ihr Kind entbunden. Rettungskräfte waren schnell vor Ort und versorgten Mutter und Nachwuchs.
 

Eine Frau hat ihr Baby in einem Auto auf dem Standstreifen einer Autobahn in der Nähe von Hamburg zur Welt gebracht. Rettungskräfte seien am Mittwochabend „zu einem besonderen Einsatz“ auf der A23 gerufen worden, sagte ein Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr. Das Auto parkte demnach in der Nähe der Anschlussstelle Halstenbek-Krupunder im Kreis Pinneberg in Schleswig-Holstein. Als die Feuerwehr eintraf, waren dem Sprecher zufolge Rettungsdienst und Polizei bereits vor Ort.

Einsatz für Baby und Mutter dauert eine Stunde

„Wir waren eine bis zwei Minuten nach der Geburt da und haben mit den großen Feuerwehrautos den Standstreifen abgesperrt“, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Rund 24 Feuerwehrleute sicherten demnach das geparkte Auto ab und unterstützten den Rettungsdienst bei der Versorgung von Mutter und Neugeborenem auf der Autobahn. Sie seien etwa eine Stunde im Einsatz gewesen. Anschließend wurden Mutter und Kind in ein Krankenhaus gebracht.

Dem Sprecher zufolge war es für die Feuerwehr „ein außergewöhnlicher und zugleich sehr schöner Einsatz, der den Beteiligten sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird“.

Verband: Geburten im Auto im Norden nehmen zu

Der Fall bei Halstenbek ist kein Einzelfall im nördlichsten Bundesland. Die Zahl der Geburten im Auto oder Rettungswagen nehme in Schleswig-Holstein immer mehr zu, „weil die Wege immer weiter und die Krankenhäuser weniger werden“, sagte Anke Bertram, Vorsitzende des Hebammenverbandes Schleswig-Holstein, der Deutschen Presse-Agentur.

Zwar habe es schon immer Situationen gegeben, in denen Babys zum Beispiel vor dem Krankenhaus im Auto geboren wurden – sie selbst habe unter anderem schon eine Geburt im Fahrstuhl erlebt. Aber die Zwischenfälle, die aufgrund der Zentralisierung der Kliniken passieren, häufen sich und kommen nicht an die Öffentlichkeit“, meinte sie. „Es macht mich so wütend.“

Autogeburten nicht statistisch erfasst

Laut Bertram gibt es keine Statistik zu Autogeburten. „Einzelschicksale werden nicht angeguckt und nicht statistisch erfasst und evaluiert. Wir haben keine Meldestelle für diese Fälle“, sagte sie. Ein Polizeisprecher in Kiel bestätigte, dass Geburten im Auto oder Rettungswagen nicht gesondert erfasst würden.

Erst zu Beginn des Jahres hatte eine Frau aus Schleswig-Holstein ihre Tochter in Hamburg in einem Auto zur Welt gebracht. Mit Hilfe der Rettungsleitstelle, die während der Geburt telefonisch Anweisungen gab, wurde das Baby sicher geboren.

DPA
tis

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