18. Mai 2012, 06:42 Uhr

Schiedsrichter Stark zeigt Hertha-Spieler an

Nach dem Chaosspiel zwischen Düsseldorf und Berlin hat Referee Wolfgang Stark einen Hertha-Spieler wegen Körperverletzung angezeigt. Heute verhandelt das Sportgericht über die Wertung der Partie.

Relegation, Fortuna Düsseldorf, Hertha BSC, Michael Stark

Schiedsrichter Stark verweist Änis Ben-Hatira des Feldes. Später soll er von einem anderen Hertha-Spieler tätlich angegriffen worden sein©

Nach den Vorfällen beim Chaosspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und Hertha BSC hat Schiedsrichter Wolfgang Stark Anzeige wegen Körperverletzung gegen einen Berliner Spieler gestellt. "Ja, es stimmt", sagte der Düsseldorfer Polizeisprecher Andreas Czogalla. "Es hat eine Strafanzeige gegen einen Herthaner Spieler gegeben." Um welchen Spieler es sich genau handelt, sagte Czogalla nicht. Die Polizei untersucht nun die Anzeige, danach wird sie an die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft übergeben.

Der DFB-Kontrollausschuss hatte gegen beide Vereine Ermittlungen eingeleitet - und gegen die vier Hertha-Profis Lewan Kobiaschwili, Thomas Kraft, Christian Lell und Andre Mijatovic sowie Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz.

Kobiaschwili soll Stark nach dem Spiel in den Nacken geschlagen, seine Kollegen sollen den deutschen EM-Schiedsrichter beleidigt haben. Lambertz soll nach dem Abpfiff im Innenraum ein bengalisches Feuer gehalten haben.

Einspruch gegen Spielwertung

Weil Fortuna-Anhänger schon vor dem Abpfiff den Rasen stürmten, musste Schiedsrichter Stark am Dienstagabend das Relegationsspiel für 21 Minuten unterbrechen. Hertha hatte Einspruch gegen die Wertung des Relegationsrückspiels (2:2) eingelegt.

Nach Angaben von Berlins Anwalt Christoph Schickhardt strebt der Club ein Wiederholungsspiel an. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verhandelt an diesem Freitag den Einspruch gegen die Wertung des Relegationsrückspiels um den Bundesligaverbleib.

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be/DPA
 
 
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