Ob Hitzschlag, Beinbruch oder exotische Virusinfektion: Die Liste der Blessuren, die einem die Ferien vermiesen können, ist lang. Dabei sind Krankheiten im Urlaub nicht nur lästig, sondern oft auch richtig teuer. Was Sie über Auslandskrankenversicherungen wissen sollten. Von Simone Janson
Wer in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert (PKV) ist, genießt den Schutz seiner Krankenversicherung in der Regel auch in den meisten europäischen Staaten. Dazu geben die Krankenkassen die europäische Krankenversicherungskarte (European Health Insurance Card, kurz EHIC) aus. Doch Vorsicht: Die EHIC gilt nur mit Einschränkungen.
Normalerweise wird lediglich das erstattet, was im jeweiligen Land den dort versicherten Bürgern zusteht - und das ist in sehr vielen Fällen deutlich weniger als in Deutschland. So werden teilweise Medikamente, Zahnbehandlungen oder ein Not-Transport per Hubschrauber ins nächste Krankenhaus nicht erstattet. Bei Kosten bis 1000 Euro kann die Krankenkasse in Deutschland zwar wahlweise auch nach deutschen Sätzen abrechnen, bei höheren Kosten gelten aber immer die ausländischen Regelungen. Auch teuere Rücktransporte vom Urlaubsort nach Hause übernehmen die Krankenkassen nicht.
Wer seinen Urlaub außerhalb Europas verbringt, hat über seine "normale" Krankenversicherung in den meisten Fällen gar keinen Versicherungsschutz. Ausgenommen sind jene Länder, mit denen Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen geschlossen hat - wie etwa Japan, China, Australien, die USA oder Kanada. Hier muss sich der Erkrankte aber mit den öffentlichen Versorgungseinrichtungen und oft bescheidenen Versorgungsleistungen begnügen, die meist erheblich unter den deutschen Standards liegen.
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Abhilfe schafft in allen Fällen eine private Auslandskrankenversicherung - und die ist meist schon für wenige Euro im Jahr zu haben. stern.de sagt, wer sie braucht, was sie kostet und worauf es beim Abschluss ankommt.