Ratgeber Versicherung

Das leisten private Zusatzversicherungen

Um für den Pflegefall auch finanziell gut gerüstet zu sein, sollte man so früh wie möglich vorsorgen. Eine private Pflegeversicherung kann da sinnvoll sein. stern.de erläutert die Vor- und Nachteile. Von Tanja Vedder

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Mit einer privaten Pflegeversicherung lässt sich die Lücke zur staatlichen Versorgung schließen©

Im Alter auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, das macht den meisten Menschen Angst. Doch die Wahrheit ist: Um Pflege im Alter kommen immer mehr Deutsche nicht herum. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts könnten bis 2030 in Deutschland 3,4 Millionen Menschen pflegebedürftig sein - aktuell sind es mehr als 2,4 Millionen. Die Mehrheit davon wird zu Hause betreut. Noch. Weil die Gesellschaft immer mobiler wird und Alt und Jung immer seltener beieinander leben, lässt sich auf eine Betreuung durch Angehörige kaum bauen. Ambulante Pflegedienste müssen einspringen, möglicherweise wird sogar die Unterbringung in einem Heim nötig.

Dabei hat es sich längst herumgesprochen: Die gesetzliche Pflegeversicherung in der Bundesrepublik reicht nicht aus, die Kosten für eine angemessene Betreuung durch den Pflegedienst oder in einem Pflegeheim zu decken. Eigenvorsorge ist deshalb wichtig. Wer im Ruhestand rundum abgesichert sein will, muss so früh wie möglich Geld zurücklegen - auch für die Pflege.

Angst vor dem Pflegefall

Laut Umfragen haben mehr als zwei Drittel der erwachsenen Deutschen Angst, im Alter pflegebedürftig zu werden. Eine entsprechende Absicherung, beispielsweise durch eine private Pflegezusatzversicherung, hat jedoch nur knapp jeder Fünfte.

Dabei sind einige Modelle durchaus zu empfehlen, wie auch die Stiftung Warentest festgestellt hat. Interessenten haben die Wahl zwischen drei sehr unterschiedlichen Versicherungsformen: Die Lebensversicherer bieten eine Pflegerentenversicherung an, und bei den Krankenversicherern kann der Kunde die Pflegetagegeldversicherung oder die Pflegekostenversicherung abschließen.

Gemeinsam ist allen Versicherungsvarianten: Wer spät einsteigt, zahlt deutlich mehr. Wegen der Kosten und des längeren Vermögensaufbaus ist es also sinnvoll, schon früh eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Auch die Tarife für Frauen sind höher als die für Männer. Laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dürfen die Versicherer ab Ende 2012 aber nur noch Unisex-Tarife anbieten, dann wird es voraussichtlich auch für Männer teurer. Bei der Auswahl des richtigen Produkts sollten Sie aber nicht nur auf den Preis schauen, sondern vielmehr auf die künftigen Leistungen. Schließlich soll die Police in Kombination mit der gesetzlichen Pflegeversicherung eine gute Versorgung sichern.

Allen Produkten gemein ist außerdem, dass der Antragssteller vorher Gesundheitsfragen beantworten muss. Denn im Normalfall wird nur ein gesunder Kunde versichert. Also Achtung: Wer bei den Antworten schummelt, riskiert seinen Versicherungsschutz. Stiftung Warentest warnt aber vor Angeboten mit "vereinfachten Gesundheitsprüfungen" – denn diese seien meist mit geringeren Leistungen verbunden.

Auf den nächsten Seiten stellen wir Ihnen die drei Varianten der Pflegezusatzversicherung im Detail vor.

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Seite 1: Das leisten private Zusatzversicherungen
Seite 2: Die Pflegetagegeldversicherung:
Seite 3: Die Pflegerentenversicherung:
Seite 4: Die Pflegekostenversicherung:
 
 
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