Flexibel sein ist alles: auch für die neue britische Forschungsstation in der Antarktis. Halley VI kann bei Bedarf verschoben und angehoben werden. Einblicke in das futuristisches Labor im ewigen Eis.
Sie ist nicht die erste ihrer Art, aber die einzige, die existiert: Fünf "Halley Research Stationen" standen bereits auf dem im Weddellmeer gelegenen Brunt-Schelfeis in der Antarktis. Doch sie wurden unter Eis und Schnee begraben und mussten daher abgebaut werden. Anfang Februar hat nun der Nachfolger, die neue britische Forschungsstation "Halley VI", ihren Dienst aufgenommen. Sie ist für die extremen Bedingungen im ewigen Eis bestens gerüstet.
Die Station besteht aus acht Modulen, die von ihrem Aussehen her nahelegen, dass der Architekt in seiner Kindheit gerne mit Lego-Bausteinen gespielt hat. Der große Vorteil: Im Gegensatz zu ihren Vorgängern steht "Halley VI" auf einer Art Skiern - und ist daher beweglich. Notwendig ist dies, da das Schelfeis mit einer Geschwindigkeit von 400 Metern im Jahr Richtung Meer driftet. Irgendwann stünde die Station dann auf der Schelfeiskante und würde mit dem abbrechenden Eis in den Ozean donnern. Ein Schicksal, das "Halley VI" erspart bleibt, kann sie doch je nach Bedarf wieder ein Stück ins Inland gezogen werden.