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Das plant Renault Aus der Not eine Tugend machen

Der Renault 5 Prototype schaut vielversprechend aus
Der Renault 5 Prototype schaut vielversprechend aus
© press-inform - das Pressebuero
Renault schaltet in den Angriffsmodus und will sich als Vorreiter der grünen Mobilität etablieren. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, spielt der französische Autobauer einen Dreiklang aus Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und intelligenten Mobilitätslösungen.

Französisch ist eine angenehm klingende Sprache. Und wenn eine Strategie den Titel "Nouvelle Vague" trägt, klingt das viel anmutiger als die deutsche Übersetzung "Neue Welle". Da kommen manchen Filmtitel oder die Renaissance deutschen Liedguts in den 1980er-Jahre in den Sinn. Was der französische Autobauer mit diesem Slogan beabsichtigt, entspricht dem Zeitgeist. Renault soll "moderner, grüner und nachhaltiger werden und sich noch stärker auf Technologie, saubere Energien und nachhaltige Mobilitätslösungen fokussieren", lässt der Autobauer verlauten.

Die Ambitionen sind hoch: Renault will nichts weniger als neue Maßstäbe in der Automobilindustrie setzen. Vor allem bei der Elektromobilität sei sie batterieelektrisch oder brennstoffzellenbetrieben, will man die Führungsrolle einnehmen. Markige Worte, wenn man bedenkt, dass andere Hersteller ein ähnliches Ziel verfolgen. Den ersten Schritt haben die Franzosen schon getan, als sie verkündeten, dass in Zukunft die Fahrzeuge mit dem Rhombus auf dem Kühlergrill maximal 180 km/h schnell sein werden. Hier ist Renault zweiter Sieger, da Volvo diesen Kniff schon längst postuliert hat. Was nach freiwilliger Selbstkontrolle und gelebter Vernunft klingt, hat aber auch ganz handfeste wirtschaftliche Hintergründe. Zum Beispiel sind Fahrwerke für Geschwindigkeiten jenseits der 200 km/h aufwendiger zu entwickeln als solche für Fahrzeuge, bei denen deutlich früher der elektronische Anker fällt.

Bei den Elektromobilen hat sich Renault mit Autos wie dem Zoe einen guten Namen gemacht. Auch die Hybrid- und Plug-in Hybridmodelle, wie etwa der Renault Captur E-Tech, finden Anklang. Das ist aber erst der Anfang der elektrifizierten Produktoffensive. Bis 2025 will der französische Autobauer 14 neue Modelle einführen, sieben davon vollelektrisch. Eines davon dürfte eine vollelektrische Neuauflage des Renault 5 sein. Wie die aussehen kann, demonstriert der Prototyp der Konzernikone, den auch ein neugestaltetes Logo ziert. Von so einem brachialen Geschoss wie den Renault 5 Turbo müssen sich aber die Fans angesichts der Geschwindigkeitsgrenze verabschieden. Den Beginn markiert dieses Jahr der neue sportliche Crossover Arkana, gefolgt vom vollelektrische Mégane E-Tech Electric im Jahr 2022. Auch die Hybride sollen ihr Scherflein beitragen. Hier will Renault die Entwicklung forcieren, um bei Modellen im C- und D-Segment den Spagat zwischen Fahrspaß und Effizienz zu schaffen.

Damit das postulierte Ziel auch erreicht wird, soll die "Renaulotion" auch im nächsten Jahrzehnt weitergehen. Bis 2030 sollen 90 Prozent der Renaults elektrische Antriebe besitzen und die Marke mit dem Rhombus die grünste in Europa sein. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sollen bis zu diesem Zeitpunkt die Emissionen der Modelle um 65 Prozent sinken, weltweit ist eine Reduktion um 35 Prozent geplant.

Zu einer nachhaltigen Automobilproduktion gehört auch ein effizientes Recycling. Mit der Renault Re-Factory wird der Kreislauf geschlossen. Dort sollen jährlich bis zu 120.000 Fahrzeuge - sowohl Elektroautos als auch solche mit konventionellem Antrieb - wiederverwertet oder aufbereitet werden. Als Ziel sollen etwa 80 Prozent der so gewonnenen Materialien in neuen Batterien wiederverwendet werden. Auch hier ist das Jahr 2030 der magische Zeitpunkt bei dem Renault Beim Anteil an recycelten Materialien in neuen Fahrzeugen führend sein will.

Damit der französische Autobauer bei der Transformation zu einem Mobilitätsdienstleister vorne dabei ist, hat Renault zusammen mit Atos, Dassault Systèmes, STMicroelectronics und Thales haben die ‚Software République‘ gegründet, um ein Ökosystem für Innovationen im Bereich der intelligenten Mobilität schaffen. Mehr als 2.000 Ingenieure werden ihr Know-how in den Bereichen Cybersicherheit, künstliche Intelligenz, Datenverarbeitung, Software und Mikroelektronik bündeln, um auch bei der urbanen Mobilität überzeugende Lösungen zu finden.

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