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Neue Plug-In-Hybriden bei Audi: Frühlingserwachen

Audi hat im letzten Jahr sein gesamtes Angebot an Plug-In-Hybriden aus dem Programm genommen. Auf dem Genfer Salon 2019 zeigen die Ingolstädter ihr neues Hybridangebot und das bietet einige Überraschungen.

Audi A7 55 TFSI e

Audi A7 55 TFSI e

So gibt es in Genf mit den Modellen A6, A7, Q5 und A8 nicht nur gleich vier neue Versionen mit Plug-In-Hybridantrieb zu sehen. Überraschend ist, dass die meisten Modelle in zwei Leistungsversionen verfügbar sind und die elektrische Reichweite mit gerade einmal 40 Kilometern überschaubar ausfällt. Gleichzeitig gibt es eine neue Nomenklatur, mit der die Schriftzüge auf dem Heckdeckel bald für eine leckere Buchstabensuppe reichen, denn ein Audi A8 PHEV trägt ab sofort die Bezeichnung Audi A8 60 TFSI e. Derart endlos lange Buchstabenketten gibt es sonst nur in China. Obwohl sich die Hybridmodelle bei allen Herstellern vergleichsweise schwertun und viele Kunden nicht so recht durchblicken, bietet Audi bei seinen Modellen die Plug-In-Hybriden in zwei Varianten an. Dabei geht es nicht wie man es zunächst erwarten würde um zwei Varianten an elektrischer Reichweite, sondern um zwei Leistungsstufe. So sind die kleineren Modelle Audi Q5, A6 und A7 mit einer sogenannten Komfortvariante (299 PS) und einer performanceorientierten Version (367 PS) zu bekommen.

Frühlingserwachen
Audi A7 55 TFSI e

Audi A7 55 TFSI e

Aushängeschild im hybriden Modellprogramm ist der Audi A8 60 TFSi e, dessen drei Liter großer Turbobenziner mit einem Elektromotor gekoppelt ist, der in die Achtgangautomatik integriert wurde und somit direkt auf den Allradantrieb einwirken kann. Der ausschließlich als 5,30-Meter-Langversion erhältliche A8-Hybride hat somit eine Systemleistung von 330 kW / 449 PS und ein maximales Drehmoment von üppigen 700 Nm. Weniger dynamisch und imageträchtig sieht es bei den kleinen Brüdern Audi A6, A7 und Q5 aus, deren Antriebspaket ansonsten weitgehend identisch mit dem des A8 ist. Jedoch müssen die drei Allradmodelle mit einem zwei Liter großen Vierzylinderbenziner auskommen und statt einer Achtgangautomatik arbeitet im Kardantunnel ein siebenstufiges Doppelkupplungsgetriebe nebst Elektromotor. Der Kunde kann zwischen Q5, A6 / A7 50 TFSI e und 55 TFSI e wählen, die eine Gesamtleistung von 220 kW / 299 PS bzw. 270 kW / 367 PS bieten.

Bei allen Modellen speist sich der Elektromotor aus einer Lithium-Ionen-Batterie im Boden des Gepäckraums. Ähnlich wie bei seinem Elektro-Erstlingswerk E-Tron setzen die Audi-Techniker besonders auf eine maximale Rekuperation. Beim Bremsen gewinnen die neuen PHEV-Modelle bis zu 80 kW / 109 PS Leistung zurück und verlängern so ihre Reichweite. Die E-Maschine übernimmt alle leichten Verzögerungen und somit einen Großteil der Bremsungen im Alltag. Bei mittleren Bremsungen teilt sie sich die Aufgabe mit den hydraulischen Radbremsen, die jenseits einer Verzögerung von 0,4 g diese Arbeit allein erledigen.

Die Lithium-Ionen-Batterie ist bei Audi A6, A7 und A8 aus 104 so genannten Pouch-Zellen aufgebaut, die in acht Modulen zusammengefasst sind. Sie speichert mit einer Spannung von 385 Volt insgesamt 14,1 kWh Energie. Die Lithium-Ionen-Batterie im Q5 setzt sich aus prismatischen Zellen zusammen und verfügt ebenfalls über 14,1 kWh. Die Plug-in-Hybriden verfügen über die Fahrmodi "EV", "Auto" und "Hold", in dem das Antriebsmanagement das Paket so steuert, dass der vorhandene Ladestatus der Batterie gehalten wird, etwa für das spätere rein elektrische Fahren in urbanen Gebieten. Zur Serienausstattung der Hybriden gehört ein Kabel für Haushalts- und Industriesteckdosen nebst entsprechendem Bedienteil. Optional liefert Audi eine Halterung ("Lade-Clip") sowie ein Mode 3-Kabel für öffentliche Ladesäulen. An einem Ladeanschluss mit 7,2 kW Leistung dauert eine Vollladung der Batterie gut zwei Stunden.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.