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Mercedes EQC 4x4² EQnator

Auch Steigungen sind kein Problem
Auch Steigungen sind kein Problem
© press-inform - das Pressebuero
Mit dem EQC 4x4² will Mercedes zeigen, dass Elektromobilität auch im harten Geländeeinsatz machbar ist. Der schwäbische Elektro-Bigfoot steht auf Portalachsen und präsentiert sich als furchteinflößendes Vehikel.

Elektromobilität ist der Kampf um jeden Meter Reichweite und der Inbegriff des Vernunft-Autofahrens. Richtig? Falsch! Der Mercedes EQC 4x4² räumt mit diesen Vorurteilen auf. Mit seinen mächtigen Walzen und den monströsen Portalachsen gleicht dieses Vehikel einem gefräßigen Untier, dass einen Smart EQ zum Frühstück verspeist. "Wir nennen ihn den EQnator", schmunzelt Entwickler Hendrik Loos. Stimmt, eigentlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Killer-Cyborg "Terminator" in diesem Mercedes über die Kinoleinwand braust.

Mit einer Bodenfreiheit von 29,2 Zentimetern thront der EQC 4x4² fast doppelt so hoch über den Untergrund wie der Serien EQC (14 Zentimeter) und übertrifft damit sogar die G-Klasse. Der Elektro-Bigfoot generiert den passenden Sound. Bei Bedarf auch furchteinflößend. Wo sonst die Scheinwerfer die Straße ausleuchten, beschallen nun Lautsprecher die Umgebung. Die Entwickler nennen sie Lautwerfer. Unwillkürlich kommt einem angesichts der grimmigen Optik der Begriff "Nebelwerfer" in den Sinn. Zumal der Klang in Zukunft bei den Elektro-Sternenmobilen eine wichtige Rolle spielen wird. Doch der martialische Auftritt des EQC 4x4² ist keine reine Shownummer. Der brachiale Elektro-Crossover steht samt seinen Portalachsen auch im Gelände seinem Mann. Weder knackige Steigungen samt Geröll noch Felsen oder Wasser können den EQC 4x4² stoppen. Souverän wühlt sich der Elektro-Kraxler durch alle topgrafischen Unwegsamkeiten, ohne auch nur einen Hauch von Schwäche zu zeigen. Für die Offroad-Gurus sind hier die Daten: Böschungswinkel vorne: 31,8 Grad, hinten: 33 Grad und die Wattiefe beträgt 40 Zentimeter.

"Wir haben die Off-Road Fahrprogramme vom GLC übernommen und wollen damit zeigen, dass die Elektromobilität auch jenseits der Straßen funktioniert", erklärt Jürgen Eberle, der als Off-Road Fan dieses Projekt initialisiert hat. Was als eine witzige Idee begann, endete mit diesem ganz speziellen EQC. Das Ganze geschah mit dem Segen der Chefs. So konnte sich der Ingenieurs-Zirkel zusammensetzen und dieses ganz spezielle Auto zu kreieren.

Was so einfach aussieht, erforderte einiges an Hirnschmalz. Klar war, dass dieser Monster-EQC Portalachsen bekommen sollte. Das bedeutet aber auch, dass sich die Räder nicht zentral in der Achsmitte befinden, sondern durch das namengebende Portalgetriebe an den Achsköpfen und damit wesentlich weiter unten befinden. So weit der Plan. Das Problem war, dass die Portalachsen, die die G-Klasse zum G500 4x4² mutieren lassen, nicht passten. Was also tun? Die Lösung war dabei gar nicht weit entfernt. Die Tüftler bedienten sich einfach bei der Mercedes E-Klasse All-Terrain 4x4 und passten dieses Fahrwerk an den EQC 4x4² an. Manchmal mussten die Tüftler nachhelfen: Zum Beispiel nahm sich ein Spezialist die Portale vor. Somit passen jetzt auch die 20 Zoll-Räder in den Radkasten. Doch dieser EQC gibt sich damit nicht zufrieden. Die Kotflügel sind rund zehn Zentimeter breiter als beim zahmen Serienbruder.

Ganz ohne technische Kniffe klappte diese Transplantation allerdings nicht. Anstelle des Differentials musste an der Hinterachse ein Elektromotor untergebracht werden. Um das Fahrwerk zu installieren, bedienten sich die Ingenieure eines Hilfsrahmens und bauten auch gleich neue Achslenker ein, um die originale Luftfederung weiter zu nutzen. An der Vorderachse hielten sich die Umbauten dagegen in Grenzen, allerdings mussten die Techniker die Achskinematik ändern. Mithilfe dieser Umbauten schafften es die Tüftler den Antriebsstrang des EQC und die neuen Achsen unter einen Hut zu bringen. Das Ergebnis kann sich sehen und fahren lassen. Der Terminator hätte sicher seine Freude daran.

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