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Mini Paceman: X6 für den Nachwuchs

BMW hat den X6, um auf dicke Hose zu machen. Mini den Paceman. Das Crossover-Coupé ist zwar eine Nummer kleiner, hat aber einen ähnlich hohen Coolnessfaktor. Hier der erste Fahreindruck.

Auf der Detroit Motorshow im Frühjahr 2011 kam die Konzeptstudie des Mini Paceman prächtig an. Nun feiert das Crossover-Coupé auf dem Pariser Automobilsalon nahezu unverändert als Serienmodell seine offizielle Weltpremiere. Optisch macht der Mini Paceman dabei ganz auf sportlich. Bis zur A-Säule sind Paceman und Countryman identisch. Doch der kleine Bruder des BMW X6 wirkt durch die zwei großen Coupétüren, die abfallende Dachlinie (vier Zentimeter niedriger als beim Countryman) und das bullige Heck deutlich kraftvoller als der Viertürer, der zudem 2,5 Zentimeter mehr Bodenfreiheit hat.

Im Innern präsentiert sich das neueste Mitglied der Mini-Familie dabei cooler denn je. Im Fond gibt es zwei lässige Einzelsitze, die zusammen mit der bekannten Center-Rail-Konsole Lounge-Atmosphäre verbreiten. Hinten kann man trotz der abfallenden Dachlinie bis 1,80 Meter bequem sitzen. Oberschenkelauflage und Seitenhalt der Sessel sind denen in der ersten Reihe ebenbürtig. Mit der Modelleinführung des Paceman gibt es für die Mini-Modelle eine Auffrischung des Innenraums. So befinden sich die Schalter für die elektrischen Fensterheber nunmehr in der Türverkleidung und die Schalterleiste in der Mittelkonsole wurde ebenfalls überarbeitet.

Beim Fahrwerk zeigen sich beim Paceman die bekannten Mini-Stärken. Die Lenkung ist gewohnt präzise, Nick- und Wankbewegungen sind selbst in engen Kehren kaum zu spüren und das straffe Gesamtpaket passt zum Paceman noch besser als zum viertürigen Pendant Countryman, der rund 20 Liter mehr Kofferraumvolumen und etwas mehr Alltagsnutzen bietet.

Zum sportlich-emotionalen Design sollen die Motorisierungen passen. Die leistungsschwachen One-Versionen haben im Mini Paceman daher nichts zu suchen. Hier geht es erst beim Mini Cooper Paceman los, der als Diesel 112 und als Benziner 122 PS leistet. Deutlich besser zum Vortrieb eignen sich jedoch die leistungsstärkeren Paceman-Versionen Cooper S und Cooper SD mit 184 und 143 PS - am besten jeweils mit Allradantrieb.

Bis im nächsten Jahr das John-Cooper-Works-Topmodell mit 218 PS folgt, ist der Cooper S die Idealbesetzung. Bekannt drehfreudig hängt der aufgeladene Vierzylinder am Gas, sodass viele Verkehrsteilnehmer ausgiebig das schmucke Heck des Paceman begutachten können. Links und rechts neben der Modellbezeichnung gibt es große Rückleuchten, die sich bis ins Seitenteil spannen. Einer Höchstgeschwindigkeit von 217 km/h steht beim Cooper S ein Normverbrauch von rund sechs Liter gegenüber. Die Dieselversionen verbrauchen Dank Start-Stopp-Automatik rund 4,5 Liter. Das kann sich sehen lassen. Über den Preis des neuen Paceman schweigt sich Mini noch aus. Der kleine Bruder des BMW X6 dürfte jedoch bei rund 23.000 Euro starten.

Press-Inform / pressinform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.