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Auto-Kalender: Spritztour mit Lackstiefeln

US Cars zum Schmachten und Frauen, die in diesen Träumen mitspielen. Carlos Kellà hat in seinem Wochenkalender für 2010 in die Trickkiste der soften Erotik rund um scharfe Autos gegriffen.

Der Mann führt zwei Leben. In dem einen entwirft Fotograf Carlos Kellà unter seinem "richtigen" Namen dezente Werbekonzepte, im anderen fotografiert er erotische Fantasien: verschärfte Frauen in Lack und High Heels und scharfe Muscle Cars aus glänzendem Lack und Chrom.

In einem Wochenkalender für 2010 hat der Fotograf Kellà Cars und Girls auf 52 farbigen Hochglanzseiten zusammengebracht. Eine Innovation. Der klassische Auto-Kalender umfasst nur zwölf Monate, Kellàs Wochenkalender umfasst dagegen 52 Motive. Von seiner Vorliebe für Nylons, hohe Schuhe und Autos sieht man nichts, wenn der Mann im hellblauen Hemd geschäftsmäßig daherkommt. Im schwarzen Tattooshirt werden dann Ladies und fahrbare Untersätze zu erotischen Geschichten zusammenstellt, in Szenen setzt und fotografiert.

Kella mag Frauen, aber noch lieber mag er Frauen in High Heels vor mächtigen Wagen. "Das Konzept amerikanische Autos und Mädchen ging ab wie Schmidt´s Katze", sagt Carlos freimütig. Mit der Variante "Oldtimer und Mädchen" hatte er aufs richtige Pferd gesetzt. Die Idee kam vor ein paar Jahren, als er feststellte, dass ihm die meisten erotischen Auto-Fotos ein bisschen zu "schmuddelig" waren. Carlos dachte: Das kann ich besser. Dann suchte er im Internet nach interessierten Models. "Die Mädchen müssen mir sympathisch sein, es muss zwischen uns stimmen. Ob sie nun einen perfekten Körper haben oder nicht, ist zweitrangig. Ich muss von den Mädchen inspiriert werden, das ist wichtig." Die Models sind alles andere als Sexobjekte. Jede von ihnen strahlt Power und Selbstbewusstsein aus. Kleidung, Schuhe und die wichtigen Strumpfobjekte wählt Carlos selbst aus. "Ich will die Mädchen so inszenieren, wie sie sich selbst präsentieren würden. So, dass sie gut aussehen."

Einunddreißig leckere amerikanische Kisten wurden für den 2010er Kalender fotografiert. Kellà erzählt in seinen Fotos rund um Autos, Frauen, Kostüme und Schuhe kleine Geschichten. Eine Art von erotischer Inszenierung, die auch Frauen gefällt. Da wartet ein weiblicher Sergeant in Uniformkleid neben einem 48er Chrysler Windsor Business Coupe herausfordernd auf den Mann, der sich neben sie setzen wird.

Oder eine Blondine im gemusterten Pucci-Kleid schmachtet am blauen Ford Mustang vor rotem Einbahnwagon sehnsüchtig auf den Einen.

Die Models auf dem Kalender nutzen seine Fotos um Werbung in eigener Sache zu machen. Xarah von den Vielenregen und Hay Dee Sparks aus Berlin, die Damen in Lady-Lack vor dem 59er Chevrolet El Camino sind hauptberuflich Performance-Künstlerinnen in Sachen Burlesque. Ihre schwarzen Zwillingskostüme hatten sie im Gepäck. Mini B. ist Tätowiererin aus Kassel. Mit dem oberarmgroßen Schneewittchen Tattoo lässt sich die Suche nach einem Prinzen und die Werbung für ihren Tattooladen verbinden.

Die Autos, ebensolche Diven wie die kapriziösen Ladies, kommen aus dem Großraum Hamburg. Die Besitzer der Sahneschlitten und der Fotograf Kellà kennen sich, ihm werden die Autos inzwischen angeboten. Zum Lohn haben die Autofreunde ihre Schätzchen mit Damenbegleitung auf einem Kalenderblatt an der Wand hängen.

Marina Kramper
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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