Das Fieber kommt über Nacht, die Kopfschmerzen setzen plötzlich ein, der Kleine ist mal wieder gestürzt und hat sich die Haut aufgeschürft - es gibt einige Momente, in denen eine gute sortierte Hausapotheke hilfreich ist. Doch selbst die beste Sammlung nützt nicht, wenn sie nicht gepflegt wird und am richtigen Ort steht.
So sind Salben und Gele etwa in geöffnetem Zustand nicht so lange haltbar wie auf der Verpackung angegeben, Tropfen erst recht nicht. Einmal geöffnete Augentropfen zum Beispiel sollten nicht wesentlich länger als vier Wochen aufbewahrt werden. Tipp: Wer das Anbruchdatum auf die Verpackung schreibt, kommt erst gar nicht ins Grübeln.
Etwa zweimal im Jahr sollte man sich seiner Medikamentensammlung annehmen, aussortieren und sie neu bestücken mit den wichtigsten Substanzen zur Selbstbehandlung. Bei der Inspektion der Hausapotheke lohnt sich auch ein Blick auf Instrumente und Verbände: In welcher Verfassung befinden sich eigentlich die Pflaster? Kleben sie noch? Und die Schere: Ist sie schon rostig? Oder die Bandagen: Sind sie noch elastisch oder schon brüchig?
Neben dem Inhalt ist auch der richtige Standort des Apothekenschränkchens wichtig. Das Badezimmer ist zwar der wahrscheinlich beliebteste, aber nicht unbedingt der günstigste Platz. Denn Medikamente sollten trocken bei nicht allzu hohen Temperaturen gelagert werden - und nicht im Tropenklima des häuslichen Feuchtbiotops. Sonst verwandeln sich etwa Nasentropfen alsbald in trübe Plörre. Oder Cremes in bröckelige, zähe Pasten.
Ausreichende Höhe des Montageorts wird entscheidend, wenn Kinder im Haus sind und neugierig auf der Suche nach dem Unbekannten durch die Wohnung stromern. Steht das Medikamentenschränkchen gut erreichbar auf dem Boden und ist leicht zu öffnen, landen bunte Pillen schnell im Kindermagen.