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"Agon - The Mysterious Codex": Eine lange Geschichte ...

Das ist nur der Anfang: Das Point&Click-3D-Adventure "Agon" der ungarischen Private Moon Studios kommt erst allmählich in die Gänge. Von geplanten 14 Episoden enthält die DVD "The Mysterious Codex" gerade mal die ersten drei.

Stilvoll startet die Suche nach dem geheimnisvollen Codex zu Anfang des 20. Jahrhunderts im Londoner British Museum: Der Professor Samuel Hunt ist den Rätseln der Vergangenheit auf der Spur und soll in dieser Mission einmal die ganze Welt bereisen - in den auf der DVD enthaltenen Episoden verschlägt es ihn von London aus zunächst nach Lappland und anschließend in den Dschungel Madagaskars.

Als Spieler bewegt man sich in "Myst"-Manier per Mausklick schrittweise durch die mittlerweile leicht antiquiert wirkende 3-D-Welt. Von jedem Standpunkt aus lässt sich bei gedrückter Maustaste die ganze Umgebung in Augenschein nehmen: Bücher und Manuskripte liegen bedeutungsschwanger herum und warten darauf, gelesen oder entziffert zu werden. Wandkarten helfen bei der Orientierung. Trotzdem sollte man Papier und Stift bereithalten, da gelesene Informationen nicht im Inventar automatisch mitprotokolliert werden. Viele der knackigen Rätsel lassen sich nämlich wesentlich besser lösen, wenn man sich die unzähligen Schriftstücke und Skizzen geduldig zu Gemüte führt. Hier wird schon deutlich: "Agon" ist ein ruhiges Adventure, in dem - wie im Vorbild "Myst" - der logische Verstand des Spielers auf eine harte Probe gestellt wird. Eine strukturierende Rolle kommt den Brettspielen zu, in denen man jeweils am Ende einer Episode gegen den Computer antritt, um ein weiteres Puzzle-Stück auf der Suche nach dem Codex zu erhalten.

Agon - The Mysterious Codex

Hersteller/Vertrieb

Private Moon Studios/Kalypso

Genre

Adventure

Plattform

PC

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

ohne Altersbeschränkung

Die Geschichte entwickelt sich sehr linear, gewinnt aber nach dem zähen Einstieg in verstaubten Londoner Museumsgruften ab der Lappland-Episode deutlich an Fahrt. Eine in sich abgeschlossene Story darf man von "Agon" jedoch nicht erwarten - schließlich stehen noch elf Episoden bis zum Finale aus. Wann und ob diese jemals erscheinen werden, ist ebenso geheimnisvoll wie der sagenumwobene Codex, um den es hier geht. Technisch betagt, mit hervorragender deutscher Sprachausgabe und deutlich über 20 Stunden Spielzeit, eignet sich "Agon" allerdings, um am Monitor vor dem grauen Winterwetter in anspruchsvolle Rätselgefilde zu entfliehen.

Herbert Aichinger/Teleschau / TELESCHAU
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