"Blood Bowl" Sportsgeist unter dem Kriegshammer


Dass Sport im "Warhammer"-Universum kein Zuckerschlecken ist, zeigt "Blood Bowl", die Brettspiel-Umsetzung von Cyanide Studio, in der es zwischen Menschen, Orks, Goblins & Co. so richtig hart zur Sache geht.

"Blood Bowl" ist nichts für Weicheier. In diesem Sport, der auf den Grundregeln des American Football basiert, muss man mit allen Wassern gewaschen sein. Es gilt, mit einer Mannschaft aus unerschrockenen Haudegen mehr Touchdowns zu erzielen als die meist ebenso verschlagenen Kontrahenten.

Normalerweise läuft ein solches Match wie im Tabletop-Vorbild rundenbasiert ab - ein "Blitz"-Modus erlaubt jedoch auch rasantere Echtzeit-Begegnungen, für die zudem ein Trainingsmodus und zusätzliche Optionen bereitstehen. Immerhin ist es möglich, mitten in den Partien zu pausieren, um seine Strategie zu überdenken und den Feldspielern neue Anweisungen zu erteilen.

Sämtliche Möglichkeiten des Spiels entfaltet die umfassende Kampagne, in der sich der Spieler im Kampf gegen die stärksten Blood-Bowl-Mannschaften in der Rangliste nach oben kämpft. Hier kommen sogar Management-Features wie die Zusammenstellung des eigenen Teams, Sponsorenverhandlungen oder Cheerleader-Engagements zum Tragen. Selbstverständlich entwickeln sich die Kämpfer im Lauf des Spiels weiter und können bis zum Maximallevel sechs aufsteigen. Unlautere Mittel, wie Zauberer am Spielfeldrand, die den Gegner mit Feuerbällen ins Visier nehmen, sind ebenfalls erlaubt.

Auch wenn es in "Blood Bowl" derb zugeht, steht nicht die pure Klopperei, sondern die richtige Taktik im Vordergrund. Da Spielereignisse jedoch traditionell auch ausgewürfelt werden, beeinflusst der Zufall des Öfteren den Ausgang eines Matches.

Blood Bowl

Hersteller/Vertrieb

Cyanide Studio/Koch Media

Genre

Strategie

Plattform

PC

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

"Blood Bowl" ist geprägt vom typischen schwarzen Humor der "Warhammer"-Welt, bietet grafisch mit grob texturierten Kämpfern aber nur Mittelmaß. Auch "Blood Bowl"-Neulinge werden sich schwertun, einen Zugang zu dem Spiel zu finden. Das rudimentäre Tutorial wird dem komplexen, genau umgesetzten Regelwerk jedenfalls in keinster Weise gerecht. Intensives Handbuch-Studium und hohe Frustrationstoleranz bei vielen Fehlversuchen ebnen hier erst den steinigen Weg zum Spielspaß.

Herbert Aichinger/Teleschau TELESCHAU

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