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"City Life": Virtuelle Parallelgesellschaften

Das Spannendste an einer Metropole sind weder die Kanalrohre noch die Müllentsorgung, sondern die Menschen. Bislang kam dieser Faktor in Städtebau-Simulationen trotzdem immer ein wenig zu kurz ...

Kann es nach Will Wrights legendärem "Sim City" eigentlich noch eine Städtebausimulation mit eigenen Akzenten geben? Irgendwie zehren alle Nachfolger auch heute noch von diesem großen Vorbild, doch die beiden brandaktuellen Titel "City Tycoon New York" und "City Life" legen die Schwerpunkte völlig unterschiedlich: Während es in Ataris "City Tycoon" in erster Linie darum geht, ein gewinnträchtiges Wirtschaftsgefüge auf die Beine zu stellen, ist Letzteres in Deep Silvers "City Life" nur die Grundlage für eine möglichst ausgeglichene Sozialstruktur.

Schließlich gilt es, nicht nur eine pulsierende Großstadt aufzubauen, sondern auch sechs unterschiedliche Bevölkerungsgruppen unter einen Hut zu bringen. Underdogs wie die Tagelöhner, die sich mit dreckigen Gelegenheitsjobs durchschlagen, gehören ebenso dazu wie eine traditionelle Arbeiterschicht und die Überlebenskünstler der Hippie-Kultur. Den Gegenpol dazu bilden die Reichen, die Schickimicki-Schlipsträger und die weltoffenen Trendsetter. Alle können nicht richtig miteinander, aber auch nicht ohne einander. Bei der Städteplanung sollte man demnach jeder Gruppe ihr eigenes Areal zuweisen - hier lässt sich ja mal damit experimentieren, ob die Tagelöhner immer neben den stinkenden Fabriken wohnen müssen und die Reichen die abgeschiedeneren, sonnigen Hanglagen brauchen. Trotzdem sind die einzelnen Gruppen im Alltagsleben ständig voneinander abhängig, werden sich also immer wieder über den Weg laufen oder in die Quere kommen...

Viel Arbeit für den virtuellen Städteplaner

Insgesamt stehen 22 verschiedene Karten in fünf verschiedenen geografischen Zonen von den Tropen bis zur Gebirgslandschaft für die Städtegründung bereit. Dabei hat der Städteplaner die Wahl, ob mit er einem vorgegebenen Ziel oder "frei" vor sich hin bauen möchte. Schon das gewählte Areal hat Einfluss auf die Entwicklung der künftigen Metropole. Der Spieler beginnt, indem er ein Rathaus an den Ort seiner Wünsche platziert und dann zunächst Viertel für Tagelöhner, Arbeiter und Hippies mit Wohn-, Arbeits- und Einkaufsmöglichkeiten schafft. Ein von Anfang an vorausblickend geplantes Straßennetz ist dabei unabdingbar, will man nicht in späteren Phasen einen Verkehrskollaps riskieren.

City Life

Hersteller

Monte Cristo

Genre

Management

Plattform

PC

Preis

ca. 45 Euro

Altersfreigabe

o.A.

Wer Konflikte vermeiden will, muss den Einwohnern mehr als die Befriedigung der Grundbedürfnisse bieten. Parks zur Erholung, Konzerthallen, Autokinos und trendige Bars können helfen, die Lebensqualität von Anfang an deutlich zu steigern. Später kommen weitere Möglichkeiten hinzu - mit Schulen für Bildung sorgen, Straßenzüge durch Polizeistreifen sichern, mit Hotels Touristen anlocken. Wo es Defizite gibt, wird auf der Karte durch praktische Icons angezeigt - weitergehende Informationen entnimmt der spielende Bürgermeister den Statistiken des übersichtlich gestalteten Benutzerinterfaces.

Gelungener Einstieg

"City Life" startet gemächlich - selbst der Anfänger kann also bei steigender Einwohnerzahl auch an seinen Aufgaben langsam "mitwachsen". Die frei dreh- und zoombaren Karten bieten dabei den perfekten Überblick in der Draufsicht, gestatten einem aber auch, sich direkt "unters Volk" zu mischen und das Treiben in seiner Stadt hautnah aus der Ich-Perspektive zu erleben.

Grafisch ein Leckerbissen, spielerisch mit weniger Tiefgang als "SimCity", präsentiert sich "City Life" als ebenbürtiger Konkurrent zu "City Tycoon New York". Für welches der beiden Spiele man sich entscheidet, ist letztlich Geschmacksache: Wer sich für die Dynamik menschlichen Zusammenlebens mehr interessiert als fürs große Geld, ist bei "City Life" auf jeden Fall gut aufgehoben.

Herbert Aichinger/Teleschau / TELESCHAU
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.