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"CSI: Mord in 3 Dimensionen": Mittendrin statt nur dabei

Grissom steht auf Insekten, Catherine ist allein erziehende Mutter und Greg geht scheinbar jeden Tag zum Friseur. Wer weiß, um welche TV-Serie es geht, gehört zur Zielgruppe dieses PC-Games, und darf weiterlesen.

Wie in den vorangegangenen Titeln zum TV-Hit verstärkt der Spieler auch diesmal wieder das CSI-Team. Seine Aufgabe: In bekannter Point&Click-Manier soll er fünf Fälle lösen. Dabei wird der PC-Ermittler jedes Mal von einem anderen CSI-Mitarbeiter begleitet, darunter Warrick Brown, Greg Sanders und natürlich Mister CSI himself, Gil Grissom. Die Spanne der Einsätze reicht vom Mord in der Kunstgalerie über eine verschwundene Frau bis hin zum erschossenen Produkt-Manager einer Spieleschmiede ... Klasse: Im letzten Fall trifft man auf eine Reihe von Charakteren, die in den ersten vier Ermittlungen eine Rolle gespielt haben.

Das Gameplay ist jedoch stets dasselbe: Der Jung-Forensiker untersucht einen Schauplatz mit seinem Mauszeiger, entdeckt jede Menge Indizien und analysiert die Spuren, darunter Blut, Fuß- und Reifenabdrücke sowie Patronen im Labor. Dazwischen stehen Gespräche mit den Zeugen auf dem Programm. Je mehr Beweise gesichert werden, desto schneller geht der Schuldige ins Netz. Weiß der Gamer einmal nicht mehr weiter, kann er sich hilfesuchend an seinen CSI-Partner wenden. Die Inanspruchnahme dieser Hilfestellung wirkt sich aber negativ auf die Bewertung aus, die nach Abschluss eines Falles präsentiert wird.

CSI: Mord in 3 Dimensionen

Hersteller/Vertrieb

Telltale Games/Ubisoft

Genre

Adventure

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

Grafisch hat sich zwar einiges getan, zeitgemäß ist die Semi-3-D-Optik aber nicht. Das spielt aber auch keine große Rolle, schließlich geht es hier nicht um Echtzeit-Effekte, Anti-Aliasing und Bombast-Grafik, sondern das pixelweise Absuchen der Schauplätze. Kein Zweifel: PC-Spieler, die keinen Bezug zu CSI haben, finden dieses Prinzip stinklangweilig. Fans der Serie erwartet aber ein spaßiger, wenngleich nur bedauernswert kurzer Ausflug in die wunderbare Welt der Forensik. Diese Zielgruppe dürfte auch erfreuen, dass sich Ubisoft die deutsche Synchronisation verkniffen hat. So sprechen die Charaktere Englisch, deutsche Untertitel erleichtern das Verständnis.

Artur Hoffmann/Teleschau / TELESCHAU
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