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Royals: Verlobt! Das kommt jetzt auf Prinz Harry und Meghan Markle zu

Insider haben es schon lange gemunkelt, nun ist es offiziell: Prinz Harry und die Schauspielerin Meghan Markle haben sich verlobt. Bis zur Hochzeit stehen noch wichtige Entscheidungen an.

Meghan Markle

Endlich ist es passiert: Der zur Zeit wohl begehrteste Junggeselle der Welt, Prinz Harry von Wales, hat sich verlobt. Der Fünfte in der britischen Thronfolge ist nach nur gut einem Jahr Fernbeziehung zwischen zwei Kontinenten vor der älteren, geschiedenen Schauspielerin aus den USA, Meghan Markle, auf die Knie gegangen, um ihr einen Ring anzustecken. Harrys Vater, Prinz Charles, gab die Verlobung am Vormittag per Twitter bekannt. Die Hochzeit soll im Frühjahr 2018 stattfinden.


Man munkelt, der verliebte Prinz hätte schon vor einiger Zeit aus einem Schmuckstück seiner vor 20 Jahren verstorbenen Mutter Diana ein ganz besonderes Symbol seiner Liebe für sie fertigen lassen - in Ermangelung eines passenden Ringes in der Erbmasse, denn Dianas alten Verlobungsring trägt seit 2010 schon Bruder Williams Frau Kate am Finger.

Die Queen gab beim Tee im Buckignham Palast schon im Oktober ihre Zustimmung, die offizielle Verkündung musste bis jetzt warten, weil der 70. Hochzeitstag von Elisabeth II. und ihrem Mann Prinz Philip am 20. November nicht überschattet werden sollte. Die Amerikanerin muss die königliche Großmutter wohl beeindruckt haben - außerdem sah die Windsor-Matriarchin bestimmt auch ganz klar, dass es langsam Zeit wird für Harry, eine Familie zu gründen.

Meghan Markle hat bereits ihre Wohnung gekündigt

Denn obwohl er ein so charismatischer und gut aussehender junger Mann ist, hatten seine vorigen langjährigen "Royal Girlfriends", Chelsy Davy und Cressida Bonas, beide irgendwann kalte Füße bekommen. Keine von beiden wollte am Ende "plötzlich Prinzessin" werden, sie konnten beide mit dem drohenden Komplettverlust ihrer Privatsphäre und der Aussicht auf eine massiv eingeschränkte berufliche Zukunft als Anwältin (Chelsy) bzw. Tänzerin (Cressy) nicht leben.

Nun also Meghan, die selbstbewusste Schauspielerin, die vor den Paparazzi nicht flüchtet sondern sich ihnen stolz präsentiert, wie sie es auf all’ den Events in der Film- und Fernsehbranche gelernt hat, bei denen sie wegen ihrer Rolle in der Anwaltsserie "Suits" aufschlagen musste. Sie war schon einmal kurz mit einem Filmagenten verheiratet, inzwischen ist sie ein Jahr mit ihrem Prinzen zusammen und schickt sich nach Ende ihres Vetrages für die TV-Serie und der Kündigung ihrer Wohnung in Toronto an, in sein kleines Cottage auf dem Gelände des Kensington Palastes mit einzuziehen.

Ein weiter Weg für ein Amerikanerin aus kleinen Verhältnissen: die Ehe der Eltern wurde geschieden, als sie sechs Jahre alt war, Mutter Doria, Afro-Amerikanerin und von Beruf Yoga-Lehrerin, wurde auf Spaziergängen gerne mal für die Nannny der kleinen, hellhäutigen Meghan gehalten. Vater Thomas verdiente seine Brötchen in Hollywood als Beleuchter und nahm seine kleine Tochter schon früh mit in die Filmstudios, in denen er gerade arbeitete. So wuchs sie quasi in die Filmbranche hinein. Nach einem Studium der Theaterwissenschaften und Auslandsbeziehungen an der Northwestern University of Communication im US-amerikanischen Bundesstaat Illinois arbeitete sie zunächst einige Zeit an der US-Botschaft in Buenos Aires.

Seit Sommer 2016 sind Meghan und Harry unzertrennlich

Auf Heimaturlaub auf einer Party wurde sie später fürs Fernsehen entdeckt, spielte 2002 die erste Nebenrolle in der Serie "General Hospital" und später unter anderem in "CSI: NY", "CSI: Miami" und "Castle". Der große Durchbruch kam 2011 mit der Anwaltsserie "Suits", seitdem ist sie als junge Anwaltsgehilfin Rachel Zane prominent. Angeblich hat sich Prinz Harry zuerst beim Schauen der Serie in sie verliebt. Deswegen soll er einen Freund gebeten haben, sie miteinander bekannt zu machen, als sie ihre Freundin Serena Williams beim Tennisturnier in Wimbledon persönlich anfeuern würde.

Seit jenem ersten Treffen im Londoner Privatclub Soho House im Sommer 2016 sind Meghan und Harry unzertrennlich, wenn sie nicht gerade durch ihre beruflichen beziehungsweise royalen Pflichten voneinander getrennt sind.

Aber das wird sich ja nun ändern: bald ist der Hausstand in Toronto endgültig aufgelöst, viele ihrer Sachen hat sie schon in den letzten Monaten nach und nach in den Kensington Palast mitgebracht. Als Harrys Verlobte wird sie dort offiziell wohnen, einen eigenen Bodyguard von Scotland Yard bekommen und sicher auch allerlei Nachhilfestunden in Sachen Etikette und was man sonst als Neu-Mitglied der Familie Windsor noch so wissen muss. Im besten Falle unterstützt die ja ebenfalls bürgerlich geborene Schwägerin in spe, die Herzogin von Cambridge, sie dabei mit ihren eigenen Erfahrungen, auch wenn Kate mit sich selbst und ihrer wiederum schwierigen dritten Schwangerschaft eigentlich gerade genug zu tun hat.

Die Hochzeit soll im Frühjahr stattfinden

Bis im nächsten Frühjahr Hochzeit gefeiert wird, muss Meghan jedenfalls noch eine ganze Menge dazu lernen. Zum Beispiel sich nicht mehr ganz so sexy anzuziehen, bei ihrer Bekleidung außerdem darauf zu achten, vor allem britische Designer zu wählen. Und nicht zu offenherzige Interviews zu geben wie kürzlich mit der britischen "Vanity Fair". Ob das junge Paar dann im ganz großen Kreis mit einem Millionenpublikum vor den Fernsehgeräten und Livestreams (wie bei William und Kate in der Westminster Abbey) oder eher überschaubar in der Kapelle von Schloss Windsor vor den Altar tritt, bleibt abzuwarten.

Immerhin ist Harry anders als sein älterer Bruder Prinz William nicht als späterer König von Großbritannien vorgesehen, bei ihm geht es also auch ein paar Nummern kleiner, es müssen beispielsweise nicht so viele in- und ausländische Honoratioren als Pflichtgäste eingeladen werden wie anno 2011 bei der Hochzeit des Herzogpaares Cambridge.

Ein Hindernis ist zumindest ausgeräumt: der Erzbischof von Canterbury ließ auf Anfrage bestätigen dass der Prinz seine Braut, obwohl sie geschieden ist und ihre Ex-Mann noch lebt, trotzdem kirchlich heiraten kann, dazu benötigt er nur eine Sonderlizenz. 2005 bei Prinz Charles’ und Camillas Eheschließung war das noch nicht möglich, da wurde standesamtlich auf dem Rathaus in Windsor geheiratet und der Bund dann nur in der Kapelle von Schloss Windsor gesegnet.

Harry liebt Kinder

Wie es nach der Hochzeitsreise weitergeht ist allerdings kein Geheimnis: Meghan wird wie Kate repräsentative Pflichten übernehmen, sicher wird sie sich aber auch weiterhin für Themen engagieren, für die sie sich schon seit Jahren einsetzt: Gleichberechtigung für Frauen in allen Ländern und Lebenslagen und Entwicklungshilfeprojekte in Afrika. Diese Leidenschaft teilt sie nämlich auch mit Harry, der 2006 sogar seine eigene Charity "Sentebale" zu Gunsten von Aids-Waisen in Lesotho und Botswana ins Leben gerufen hatte.

Harry liebt Kinder und kann wunderbar mit ihnen umgehen. Daher wird er vermutlich bald eine Familie gründen wollen, und die 36-jährige Meghan wird bei diesem "Projekt" auch nicht mehr viel Zeit verlieren wollen.

Eine andere spannende Frage ist auch, wie der neue Titel der jungen Ehefrau lauten wird: mit der Hochzeit wird sie erst einmal automatisch "Her Royal Highness The Princess Henry of Wales" (nicht "Princess Meghan"!). Wahrscheinlich wird die Queen ihrem Enkel an seinem Hochzeitstag einen Adelstitel verleihen, er könnte beispielsweise "Herzog von Sussex" werden und seine Frau damit Herzogin - oder als kleine Ironie der Geschichte, "Herzog von Windsor", wie einst Königin Elisabeths Onkel Edward VIII. nach seiner Abdankung, wegen der Hochzeit mit einer geschiedenen Amerikanerin.

Aber das wichtigste ist, dass die beiden eine gute Chance haben, miteinander glücklich zu werden, weil sie beide schon über 30 und durchaus partnerschaftserfahren sind und wissen, worauf sie sich mit dem jeweils anderen einlassen. Wenn Meghan das bei den Royals berüchtigt förmlich ablaufende Weihnachtsfest auf dem königlichen Landsitz Sandringham übersteht, ohne die Flucht zu ergreifen, können sie und ihr Prinz fröhlich und hoffnungsvoll in die gemeinsame Zukunft sehen.