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"Full Spectrum Warrior: Ten Hammers": Zurück in Zekistan

Nichts für Ghandi-Anhänger: "Full Spectrum Warriors: Ten Hammers" ist eine beinharte Militärsimulation mit komplexer Steuerung und hohem Frustfaktor - aber eben verdammt realistisch.

Schauplatz des überaus komplexen Games, das ursprünglich als virtuelles Training für die US-Army konzipiert wurde, ist wieder einmal das fiktive Zekistan. US-Soldaten und britische Streitkräfte versuchen dort, in erbitterten Straßen- und Häuserkämpfen der Vormacht der Rebellen im Norden des Landes Einhalt zu gebieten.

So viel sei bereits an dieser Stelle verraten: Fans von actionlastigen Kriegssimulationen werden nicht enttäuscht. Die atmosphärische Dichte ist bemerkenswert. Dazu trägt nicht nur die verbesserte Künstliche Intelligenz, sondern auch die perfekte Sound-Abmischung bei. Pfeiffende Querschläger, Stimmengewirr und knatternde Hubschrauberrotoren wähnen den Spieler inmitten des bedrohlichen Geschehens. Hinzu kommt, dass sich die erwartungsgemäß martialische Musik immer an die aktuelle Situation im Kampfgeschehen anpasst.

Um es zu verdeutlichen: "Full Spectrum Warrior: Ten Hammers" ist kein Shooter. Vielmehr wird hier indirekt eine vierköpfige Elite-Einheit durch zwölf ellenlange und beinharte Einsätze kommandiert. Die Jungs lassen sich neuerdings in Zweierteams splitten, sodass beispielsweise ein Team den Gegner mit Sperrfeuer an seinem Standort festnageln kann, während die anderen beiden Soldaten ihm in die Flanke fallen. Realismus wird also auch in diesem Punkt groß geschrieben, denn diese und andere Vorgehensweisen entsprechen authentischen Taktiken moderner Infanterie-Einsätze. Später kontrolliert der Spieler als Squad Leader sogar noch zusätzliche Teams und fordert Luftschläge an.

Hektisch geht es zu im "Full Spectrum Warrior"-Krieg. Doch während bei traditionellen Shootern die Action durch tempolastige Ballereien entsteht, wird die Lage bei "Ten Hammers" unübersichtlich und herausfordernd, weil mehrere Figuren zugleich koordiniert werden müssen. Ebenfalls neu: In "Ten Hammers" dürfen die eigenen Mannen nicht nur im Inneren von Häusern, sondern auch in Humvees und Bradley-Panzer Schutz suchen.

Full Spectrum Warrior: Ten Hammers

Hersteller/Vertrieb

Pandemic Studios/THQ

Genre

Strategie

Plattform

PlayStation2, XBox, PC

Preis

ca. 50 Euro

Altersfreigabe

ab 16 Jahren

Im Gegensatz zum Original bietet der Nachfolger einen Mehrspielermodus, in dem Hobby-Soldaten via LAN oder Internet gegen die KI kooperieren oder gegeneinander antreten können. Pandemic, die Softwareschmiede, die verantwortlich für das Game zeichnet, hat bereits zuvor ihr Knowhow auf dem virtuellen Schlachtfeld bewiesen, wenngleich auch in einer fernen Zukunft - mit der "Star Wars Battlefront"-Serie.

Michael Eichhammer/Teleschau / TELESCHAU
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