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"Half-Life 2 - The Orange Box": Viel Spiel, viel Ehr'

"Half-Life 2", "Team Fortress 2" und "Portal"? Das sind ja gleich drei Spiele auf einmal. Das geht nun wirklich nicht. Geht wohl! Bei der "Orange Box" darf jeder volljährige Zocker zugreifen ...

Bei "Portal" zählt Grips mehr als ein volles Magazin: In dieser ebenso irren wie innovativen Knobelei müssen 19 Level durch das geschickte Platzieren von Dimensionstoren gelöst werden. Klingt einfach, wird mit zunehmenden Verlauf aber immer kniffliger, zumal die Testkammern im "Enrichment Center" mit tödlichen Fallen, Geschütztürmen, Kraftfeldern und anderen Hindernissen gespickt sind.

Ein weiteres Problem: Mit der Portal-Gun lassen sich immer nur zwei Öffnungen generieren - einen Ein- und einen Ausgang. Damit lässt sich einerseits ziemlich viel Schabernack treiben - etwa in die Unendlichkeit fallen oder sich selbst hinterjagen. Oder aber man sich daran, allerlei Rätsel zu knacken, wobei als wichtigste Faustregel gilt: Eintrittsgeschwindigkeit gleich Austrittsgeschwindigkeit. Was also mit großem Tempo in ein Portal fliegt, kommt auf der anderen Seite mit ebenso hohem Tempo wieder heraus - was bei einigen Puzzles von elementarer Bedeutung ist. Wie gut man sich schlägt, verrät eine weibliche Computerstimme, die wohl nicht mehr alle Schaltkreise beisammen hat. Was es mit diesem über- und multidimensionalen Laborratten-Experiment auf sich hat, wird nach etwa vier Stunden erstklassiger Unterhaltung und einem grandiosen Finale klar. Fast schon Grund genug, um den Kauf von "The Orange Box" zu rechtfertigen.

Ein anderer: "Episode 2". Fast eineinhalb Jahre lang mussten "Half-Life 2"-Fans warten, um zu erfahren, wie es mit Gordon Freeman, Alyx Vance, den Combine-Invasoren und der gesamten Menschheit wohl weitergeht. Das zweite Addon schließt dabei nahtlos an den Vorgänger an - und der endete mit der gewaltigen Explosion des Zitadellen-Reaktors in City 17. Ein Etappensieg? Mitnichten. Vielmehr der Beginn der Apokalypse, wie sich herausstellt. Denn über den Ruinen der Zitadelle braucht sich etwas zusammen ...

"Episode 2" ist reich an bewegenden, beeindruckenden und verstörenden Momenten, besitzt aber auch einige Längen. Wer nach knapp zwei Stunden aus einem Ameisenlöwen verseuchten Minensystem krabbelt, kann keine Riesenleuchtkäfer und Höhlengänge mehr sehen. Dafür entschädigen jedoch rasante Verfolgungsjagden durch die Pampa, Feuergefechte mit alten und neuen Gegnern (Hunter-Roboter) und ein bombastischer Showdown. Hoffentlich benötigt Valve nicht wieder eineinhalb Jahre, um "Episode 3" fertigzustellen. Denn trotz einer grafischen Frischzellenkur setzt die Grafikengine von "Half-Life 2" langsam Patina an.

Abgerundet wird "The Orange Box" durch die Multiplayer-Ballerei "Team Fortress 2". Vom comichaften Look des Titels, der fast schon an Persiflage grenzt, sollte man sich nicht in die Irre führen lassen: Hier geht es anspruchsvoll und knallhart zur Sache, wenn bis zu 24 Spieler in temporeichen Matches aufeinandertreffen. Neun unterschiedliche Klassen bietet "Team Fortress 2", aber leider nur sechs Maps und zwei unterschiedliche Spielmodi. Nicht viel, aber genug, um vergnügliche Stunden mit dieser schrägen Online-Gaudi zu verbringen.

Half-Life 2 - The Orange Box

Hersteller/Vertrieb

Valve/EA

Genre

Action

Plattform

PC, PlayStation3, Xbox 360

Preis

ca. 50 bis 70 Euro

Altersfreigabe

ab 18 Jahren

Fazit: Sollte es PC-Zocker auf diesem Planeten geben, die "Half-Life 2" noch nicht in ihrem Schrank stehen haben, sollten diese schleunigst zugreifen. Für alle anderen lohnt der Kauf vor allem wegen "Portal". Einziger Haken an der Sache ist und bleibt jedoch "Steam". Die Registrierung auf Valves Online-Plattform und der permante Internetzugang sind ein notwendiges Übel, um in den Genuss der "Orange Box" zu kommen.

Gerd Hilber/Teleschau / TELESCHAU
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.