"Mein Chinesisch Coach - Spielend Chinesisch lernen" 15 Minuten und drei Jahre


Wer chinesisch lernen will, sollte viel Zeit, Geduld, Ausdauer und einen DS haben ...

Selten war ein Einstufungstest ernüchternder: Um sich ein Bild von den sprachlichen Fähigkeiten des Probanden zu machen, konfrontiert "Mein Chinesisch-Coach" ihn anfangs mit 50 chinesischen Floskeln, die übersetzt werden sollen. Wir scheitern nach "Ni hao" bereits bei der zweiten, weshalb Mei Li, unsere Sprachtrainerin, meint, man werde wohl ganz von vorne beginnen müssen ...

Zurück also zu "Ni hao" und anderen Formulierungen, mit denen man sich zumindest höflich vorstellen kann. Um eine große Ratte ("yige da laoshu") süß-sauer zu bestellen, ist dann allerdings doch weitaus mehr Übung vonnöten, zumal "Mein Chinesisch-Coach" erst dann neue Lektionen auf dem langen Weg zur Erleuchtung freischaltet, wenn die alten bestanden wurden. Als Lernkontrolle fungiert dabei ein Dutzend Minigames, bei denen Erdhörnchen verprügelt, Lücken gefüllt oder ein paar Partien Galgenmännchen gespielt werden sollen.

Um das Pauken der Vokabeln zu erleichtern, kann man die eigene Aussprache über das Mikro des DS aufnehmen und mit der Lautschrift (Pinyin) oder hinterlegten Samples immer wieder vergleichen. Ähnlich ist auch das Lernen der Schriftzeichen aufgebaut.

Mein Chinesisch Coach - Spielend Chinesisch lernen

Hersteller/Vertrieb

Ubisoft/Ubisoft

Genre

Sonstiges / Besonderes

Plattform

Nintendo DS

Preis

ca. 40 Euro

Altersfreigabe

o.A.

"Lerne Chinesisch in nur 15 Minuten am Tag", steht auf der Verpackung. Klingt verlockend. In dieser Zeit lässt sich auch tatsächlich eine Lektion bewältigen. "Leider" sind davon über 1.000 auf dem Modul hinterlegt - zusammen mit über 12.000 Wörtern und Phrasen in Mandarin. Grob gerechnet müsste man drei Jahre investieren, um einen Satz wie "Ich habe entschieden, jeden Tag aerobe Übungen zu machen" über die Lippen zu bekommen - sofern einem nicht schon verfrüht die Puste ausgeht und man angesichts der biederen Aufmachung des "Coaches" das Handtuch wirft. Aber: "Zhunbei hao le."

Gerd Hilber/Teleschau TELESCHAU

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