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Videospiel: "Assassin's Creed: Odyssey" im Test: Schöner wurde nie gemeuchelt

"Das ist Sparta": Mit "Assassin's Creed: Odyssey" steht ein neuer Teil einer der populärsten Videospielreihen im Handel. Diesmal führt es den Spieler ins antike Griechenland, mitten in den Krieg zwischen Athen und Sparta. Wir haben das Spiel bereits getestet.

Im Talentbaum kann man neue Fähigkeiten freischalten - etwa einen Tritt a la "300".

Toll sieht "Assassin's Creed: Odyssey" auf jeden Fall aus

Die "Assassin's Creed"-Reihe ist eine der populärsten Videospielmarken überhaupt. Gestartet im November 2007 schien die Reihe nach neun Teilen in einem knappen Jahrzehnt ihren Zenit überschritten zu haben. Es brauchte ein Jahr Selbstfindung, bevor dem Studio Ubisoft im vergangenen Jahr mit dem im historischen Ägypten angesiedelten "Assassin's Creed: Origins" ein gefeiertes Comeback gelang.

Nun legten die Entwickler mit der mittlerweile elften Episode der Hauptreihe nach: "Assassin's Creed: Odyssey" führt die Spieler ins antike Griechenland. Wir haben das Spiel bereits getestet.

Darum geht's

Athen statt Alexandria: "Assassin's Creed: Odyssey" spielt im Jahr 431 vor Christus und ist im antiken Griechenland angesiedelt. Man beginnt das Abenteuer auf einer beschaulichen Insel, doch nach wenigen Stunden Spielzeit setzt man aufs Festland über - und landet mitten im Krieg zwischen Athen und Sparta.

Videospiel: So schick ist "Assassin's Creed: Odyssey"

Das hat uns gut gefallen

Ein Novum in der sonst eher männlich dominierten Reihe: Direkt zum Start kann man entscheiden, ob man als Frau (Kassandra) oder als Mann (Alexios) durch die Welt rennen, klettern und kämpfen möchte.

Zudem ist die riesige Spielwelt - die man auch per Schiff bereisen kann - nicht nur groß und wahnsinnig schön anzusehen, sie ist auch interaktiver aufgebaut als in früheren Teilen. Redet man mit Figuren, kann man je nach Antwort den Gesprächsverlauf und damit sogar ein Stück weit die Handlung und das eigene Ansehen beeinflussen.

Das Kampfsystem, das bereits mit "Origins" umgekrempelt wurde, ist noch dynamischer geworden. Angetan hat es uns vor allem der Talentbaum, mit dem man im Lauf des Spiels neue Fähigkeiten freischalten kann - etwa den coolen Tritt, wie man ihn aus "300" kennt.

Das hat uns gestört

Die Ladezeiten sind teilweise viel zu lang. Mitunter dauert es selbst auf der Playstation 4 Pro zehn Sekunden oder mehr, wenn die Kamera vom fliegenden Adler zur Spielfigur auf dem Boden zurückkehrt. Und das passiert oft im Lauf der 50 Stunden Spielzeit. Ubisoft, hier bitte dringend nachbessern!

Die Geschichte hat uns eigentlich gut gefallen, allerdings könnte sie noch packender inszeniert sein. Am Ende sind sich viele Missionen zu ähnlich. Dabei zeigte "Origins" zuvor, wie kreativ Ubisoft sein kann.

Fazit: Gelungene Reise zu den alten Griechen

"Assassin's Creed: Odyssey" ist der beste Teil der Reihe. Optisch ist es ein Hingucker: Es macht wirklich Spaß, auf dem Rücken eines Pferdes durch die abwechslungsreiche Welt zu reiten und einfach nur den Blick in die Ferne schweifen zu lassen. Jäger und Sammler können sich in diesem Spiel austoben. Wer gerne metzelt, kommt aber ebenso auf seine Kosten. Die Story ist spannender als in früheren Teilen, könnte aber stringenter erzählt sein.

Insgesamt fühlt sich "Odyssey" an wie ein "The Witcher 3" im mythologischen Griechenland. Und das ist als Lob gemeint. Mit rund 50 Stunden Spielzeit bekommt man auch genug geboten für seine rund 60 Euro.

"Assassin's Creed: Odyssey" erscheint am 05. Oktober für Playstation 4, Xbox One und Windows-PCs.