"Project Gotham Racing 3" Drift ins Glück


Mircosoft schickt zum Launch der Xbox 360 einen Klassiker ins Rennen: "Project Gotham Racing 3" offenbart dabei die ganze Kraft der neuen Konsole und dürfte bei Anfängern wie Profis gleichermaßen zur Freude sorgen.

So hat man New York, Las Vegas und London noch nie gesehen. Jedenfalls nicht in einem Computerspiel. Schon fast schade, dass so wenig Zeit bleibt, den verschwenderischen Detailreichtum am Rand der Strecken zu genießen. Die Grenzen wurden wieder einmal nach oben verlegt. Wer am Hotel "Treasure Island" in Vegas vorbeirast, wer den Big Ben rechts liegen lässt, wer die euphorische Zuschauermenge am Rand mit dem einen oder anderen Slide um die Kurve zu begeistern versteht, wird nebst allem Fahrspaß auch eine neue Freude am Spiel selbst erleben. Auch die Fahrzeuge selbst sind detailreich gestaltet, spektakuläre Licht- und Schatteneffekte kommen hinzu.

Aus fünf verschiedenen Kameraperspektiven lassen sich die Wettbewerbe beobachten. Spannend ist die neu eingerichtete Ansicht "Armaturenbrett", die ein Höchstmaß an Authentizität bietet, aber gleichsam eine große Herausforderung ist.

"Project Gotham Racing 3" verliert sich dabei wie schon sein Vorgänger nicht in einer Unzahl von Spielmodi, die niemand braucht. Einzig im Mittelpunkt steht hier der fordernde Karrieremodus, der ausreichend Abwechslung bietet, um wochenlang dabei zu bleiben. Es geht darum, in insgesamt 23 Meisterschaftsserien gegen die Zeit, einzelne Kontrahenten oder in einem Rennen mit mehreren Gegner vorgegebene Aufgaben zu erfüllen. Auffällig dabei: die solide KI der anderen Fahrer, die sich recht "menschlich" verhalten. Dazu kommen Slalom- oder ähnliche "Stil"-Wettbewerbe.

Dabei schenkt das Spiel Fortgeschrittenen wie Anfängern gleichermaßen Aufmerksamkeit. Wer erstmals antritt, nutzt den niedrigsten von insgesamt fünf angebotenen Schwierigkeitsgraden und fährt zum einen bald seine ersten Erfolge in. Zum anderen besteht hier auch für Profis die Gelegenheit, sich erneut an die logische, aber durchaus komplexe Steuerung zu gewöhnen, die viel Gefühl im Umgang mit den Schultertasten (Gas, Bremse) einfordert.

Doch schon nach kurzer Zeit werden auf den abwechslunsgreich und variabel gestalteten Strecken Slides und Drifts locker von der Hand gehen, was "PGR 3" durch so genannte Kudos belohnt. Im Rennen werden diese speziellen Punkte für furchtloses und spektakuläres Fahren stets rechts oben eingeblendet. Wer hier erfolgreich ist, dem winken Verbesserungen in der Kudos-Rangliste und damit auch neue Credits, die zum Beispiel zum Erwerb anderer Fahrzeuge genutzt werden können. Vom Jaguar bis zum Nissan stehen an die 80 Wagen bereit. Einer Langzeitmotivation förderlich ist zudem das raffinierte und freigiebige Belohnungssystem des Spiels, das immer wieder mal bei Erfolgen allerlei Abzeichen und Pokale bereithält. Wer will, hat zudem die Möglichkeit, eigene Strecken zu kreieren und diese im Nachhinein auch noch je nach Wunsch anzupassen.

Auffällig gut und daher eine besondere Erwähnung wert ist der kraftvolle Sound der Fahrzeuge, der übrigens je nach Wagen Unterschiede aufweist. Dazu eben die eingangs erwähnte Musik, die freilich nicht nur klassischer Natur sein muss. Rock, Alternative, HipHop und mehr stehen zur Auswahl und entwickeln im 5.1-Sound ihre Kraft.

Project Gotham Racing 3

Hersteller/Vertrieb

Microsoft/Diverse

Genre

Rennspiel

Plattform

Xbox 360

Preis

ca. 60 Euro

Altersfreigabe

o.A.

"Project Gotham Racing 3" bietet zudem einen ausführlichen Online-Modus. Jen nach eigenen Fähigkeiten wird eine so genannte "TrueSkill-Einstufung" vorgenommen, die dafür sorgt, dass online gegen etwa gleichrangige Gegner gefahren wird. Bleiben als nahezu einziges Ärgernis die teilweise doch sehr langen Ladezeiten vor jedem einzelnen Wettbewerb, die doch arg an der Nerven zehren.

Kai-Oliver Derks/Teleschau TELESCHAU

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