"Rome - Total War: Barbarian Invasion" Sic transit gloria mundi


Wo sich Hunnen und Oströmer "Gute Nacht" sagen: Das "Rome"-Addon "Barbarian Invasion" wartet mit jeder Menge neuen Völkern, Einheiten und Schlachten bei Vollmond auf.

Insgesamt scharren acht "Barbaren"-Völker wütend mit den Hufen - darunter echte Prachthorden wie die Hunnen oder die sprichwörtlichen Vandalen als Nomadenvölker, mit denen aggressive Eroberungsfeldzüge unternommen werden können. Alemannen, Goten, Franken, Sassaniden und Sachsen nennen dagegen zwar einen festen Wohnsitz auf der erweiterten Europakarte ihr Eigen, aber besitzen natürlich überhaupt kein Interesse, brav in ihren Grenzen zu leben.

Jedes Barbarenvolk verfügt über stärkere und schwächere Waffengattungen und verfolgt eigene Ziele, die nicht nur gegen Rom, sondern auch gegen angrenzende Nachbarn gerichtet sind. Imperienverteidiger schlagen sich auf die Seite eines völlig verwahrlosten und verschuldeten Westroms oder des einigermaßen intakten Ostroms, um per Mausklickdiktatur das Bestehende zu bewahren.

Zum bekannten Inventar wie Kriegselefanten, Infanterie, Fernkämpfer und Panzerreiter gesellen sich im Addon neben neuen Einheiten und Formationen auch Schlachten bei Nacht. Je nach Talent des gefechtsführenden Generals können diese imposanten Echtzeitgeplänkel zum großen Vorteil gereichen oder aber in einem strategischen Desaster enden. Neu bei "Rome" sind auch die Priester auf oströmischer Seite, die mit der Allzweckwaffe Religion das eigene Volk ruhiger und demotivierte Soldaten tapferer werden lassen. Einmal eroberte Stämme verschwinden nicht etwa einfach von der Landkarte, sondern mutieren zu randalierenden Wandervölkern, die nichts mehr zu verlieren haben und deshalb als gefährlich einzustufen sind.

Rome - Total War: Barbarian Invasion

Hersteller/Vertrieb

Creative Assembly/Sega

Genre

Strategie

Plattform

PC

Preis

ca. 30 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

"Barbarian Invasion" ist stark vom Motto "Jeder gegen jeden" geprägt. Echte "Rome"-Vollprofis werden daher im Spiel aufgehen und erhalten für knapp 30 Euro eine Erweiterung auf hohem Niveau. Normalspieler und Anfänger dürften allerdings recht schnell überfordert sein. Das Fehlen der Missionsleitlinien "Senatsbeschlüsse" aus dem ursprünglichen "Rome" wäre ein hilfreiches Zugeständnis gewesen. Die hinzugewonnene Optionsvielfalt und Spieltiefe wiegen diese Schwäche allerdings mehr als auf. Noch nie war es so knifflig schön, ein Weltreich über die Wupper zu schicken. Sic transit gloria mundi.

Marc Hilber/Teleschau TELESCHAU

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