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"Scene It? Lights, Camera, Action": Kennen Sie Kino?

Microsoft lädt nun auch wie die Sony-Konkurrenz zum Film-Quiz. Zielgruppe: echte Cineasten.

Ein Filmquiz mit Buzzern? Tolle Idee. Nur: Die hatte schon jemand. Sony nämlich. Im Rahmen der populären "Buzz"-Reihe ist vor Kurzem eines erschienen. Aber: Diese Form der Mitmachspiele für alle verspricht Erfolg, sodass Microsoft nun nachlegt: "Scene It? Lights, Camera, Action" heißt die interaktive Raterunde, an der bis zu vier Spieler an der Konsole teilnehmen können. Auch hier gibt's die Buzzer mit dazu, die in diesem Fall Big Button Pads heißen und kabellos sind. Die Übertragung erfolgt mit einem Infrarot-Sensor. Zur Not reichen aber auch die normalen Controller ...

Wichtigster Unterschied zur Konkurrenz von Sony: "Scene It?" ist deutlich schwieriger. Während bei "Buzz! Das Film-Quiz" auch Nicht-Cineasten punkten können, hat in der Xbox-360-Variante nur der eine Chance, der sich im Kino wirklich auskennt. Und zwar nicht nur im aktuellen Kino. Die 80er-Jahre kommen auffällig häufig vor, aber auch die Jahrzehnte vorher finden sich wieder. Wie heißt die Neuverfilmung von "So ein Flegel" (1934!!!)?

Es gibt keine Figuren für die Kandidaten und auch nur einen Moderator aus dem Off. Dem Spielspaß selbst schadet das nicht wirklich. 21 Quiz-Varianten stehen bereit. Unter anderem werden in deutscher Sprache Ausschnitte aus deutschen und internationalen Produktionen gezeigt. Danach werden Fragen zum Film gestellt. Oder aber es entstehen Strich für Strich nette Kinderzeichnungen, die Filmtitel illustrieren. Filmplakate müssen erkannt werden. Oder Titel anhand von einigen wenigen Szenenfotos. Insgesamt 1.800 Fragen sollen es sein, wobei sich die Konsole die gestellten merkt und damit Wiederholungen zunächst ausgeschlossen sind.

Scene It? Lights, Camera, Action

Hersteller/Vertrieb

Screenlife Games / WXP/Microsoft

Genre

Puzzle / Quiz

Plattform

Xbox 360

Preis

ca. 65 Euro

Altersfreigabe

ab 12 Jahren

"Scene It?" richtet sich zweifellos an echte Kinofreunde und setzt allein auf die Freude am Thema. Die Aufbereitung des Spiels selbst ist eher bescheiden. Spaß entwickelt sich, das liegt in der Natur des Genres, vor allem dann, wenn zwei oder mehr Kontrahenten gegeneinander antreten. Für Einzelspieler wird das Quiz bald schon langweilig. Oder aber: Man nimmt zu zweit vor dem Bildschirm Platz - einer vor 1975 geboren, einer danach - und spielt gemeinsam. Dann wird sich der Frustfaktor ob des (nicht einstellbaren) hohen Schwierigkeitsgrades zumindest in Grenzen halten.

Christopher Zallmann/Teleschau / TELESCHAU
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