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Computersucht: Rückzug in eine infantile Welt

Viele Computernutzer verbringen Stunde um Stunde vor dem Monitor. Die meisten können jederzeit aufhören, doch in immer mehr Fällen entsteht eine Sucht, die behandelt werden muss. Wie der "Entzug" aussieht, richtet sich dabei nach Alter des Süchtigen und Art der Abhängigkeit.

Tief liegende Augen, blasse Gesichtsfarbe, zitternde Hände: "Sie sehen aus wie wandelnde Leichen", sagt Psychologe Andreas Koch von der Berliner Caritas. Er meint so genannte Internet-Junkies, die täglich 10 bis 15 Stunden im Netz hängen - ohne ausreichend zu essen, zu trinken oder sich zu waschen. Viele von ihnen leben von Hartz IV und haben sich aus dem realen Leben weitestgehend verabschiedet - bis die Telefongesellschaft schließlich den Anschluss sperrt. Und obwohl die Sucht nach Computerspielen, Chats oder Sex-Websites als so genannte substanzunabhängige Verhaltenssucht gilt, können die Betroffenen ähnliche Entzugssymptome wie Alkoholiker oder Drogenabhängige entwickeln, etwa wenn man ihnen den Netzzugang kappt, den Computer wegnimmt oder sie aus dem Internet-Café wirft.

In leichten Fällen, sagt Koch, könnten die Betroffenen einen kontrollierten Umgang mit dem Netz erlernen - vor allem, wenn sie noch jung seien. Doch in Extremfällen sei "kalter Entzug" der einzige Weg, um die Süchtigen aus ihrer Scheinwelt ins reale Leben zurückzuholen. "Nach drei bis vier Wochen ohne Internet sind die Leute wieder klar im Kopf und fragen sich, was läuft eigentlich in meinem Leben falsch", sagt der Psychologe, der das "Café Beispiellos" der Berliner Caritas leitet.

Selbsthilfegruppe für Internet-Junkies

Eigentlich wurde die Einrichtung ausschließlich für Glücksspielsüchtige gegründet, doch jetzt hat die Caritas wegen steigender Nachfrage auch eine neue Therapiegruppe speziell für Internet-Junkies ins Leben gerufen. Seit Oktober vergangenen Jahres wird einmal in der Woche eine angeleitete Gesprächsgruppe angeboten; außerdem gibt es die Möglichkeit zur Einzelbehandlung. Die Caritas bezahlt das Angebot aus einem eigenen Topf, weil eine Finanzierung über Krankenkassen oder Rententräger bisher nicht möglich ist. Dazu müsste Internet-Sucht als eigene psychiatrische Diagnose anerkannt sein.

Doch die Experten streiten sich bereits seit Jahren, ob Online-Sucht tatsächlich eine eigene Krankheit ist, oder aber vielmehr ein Einzelsymptom, das andere Diagnosen verdeckt oder überlagert. Bert te Wildt, Mediziner der Abteilung Klinische Psychiatrie und Psychotherapie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat unlängst 23 Internet-Süchtige einer ausführlichen Studie unterzogen. Bei 80 Prozent der Probanden, so te Wildts Ergebnis, habe sich ein depressives Syndrom herausgestellt, das auch schon vor der Internetabhängigkeit vorlag. Auch Angsterkrankungen und Persönlichkeitsstörungen entdeckte Wildt überdurchschnittlich häufig.

"Symptomwandel in der virtuellen Welt"

"Unsere Daten sprechen dafür, dass sich hinter pathologischer Internetnutzung bekannte psychische Störungen verbergen, die mit der Übersetzung in die virtuelle Welt einen Symptomwandel erfahren", heißt es in einer Mitteilung der Universität. Von einer diagnostischen Einordnung als Suchterkrankung hält te Wildt deswegen wenig. Manche Mediziner sehen das anders. Unumstritten dagegen ist, dass Sucht nach Computerspielen oder Sex-Websites kein Einzelfall mehr ist - und bereits nicht wenige Ehen gesprengt hat. Mehr als eine Million Internetnutzer in Deutschland zeigten verschiedenen Studien zufolge Anzeichen einer Internetsucht, berichtet die Caritas.

Bei drei bis vier Prozent der etwa 32 Millionen deutschen Internetnutzer sei der Gebrauch des neuen Mediums zumindest problematisch. Zu ihnen gehören allerdings auch viele Jugendliche, die sich nur in einer vorübergehenden Phase ihres Lebens obsessiv Computerspielen widmen - und die nach Ansicht von Experten lernen können, bewusster mit dem Internet umzugehen. "Bei Jugendlichen ist Abstellen immer die letzte Lösung", sagt die ehemalige Internet-Süchtige Gabriele Farke, die in Buxtehude lebt. Sie berät Eltern und Jugendliche und hat mehrere Selbsthilfegruppen gegründet. Oft laufen die Kontakte mit Internet-Junkies jedoch monatelang nur anonym über Mails "Ich muss die Leute dort abholen, wo sie sind", sagt Farke realistisch.

Rückzug in eine infantile Welt

Die öffentlichen Diskussionen um Computerspiele wie "Counterstrike" oder "World of Warcraft", die jedes Mal nach Amokläufen in Schulen neu aufkommen, hält Gabriele Farke allerdings für verfehlt. Das Problem, meint die 49-Jährige, seien nicht die Spiele, sondern die Sucht danach. Und Bert te Wildt sieht in der Internetsucht nicht nur ein medizinisches, sondern ein soziologisches Problem: Immer mehr erwachsene Menschen suchten den depressiven Rückzug "in eine zumeist infantile digitale Fantasiewelt, um dort die Helden zu spielen, die sie im realen Leben nicht sein können."

Ayala Goldmann/AP / AP
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.