Datensicherheit Besser die Platte putzen

Wie der Student Abhi Shelat 158 alte Computer-Innereien kaufte und viele wichtige Daten fand.

Wie der Student Abhi Shelat 158 alte Computer-Innereien kaufte und viele wichtige Daten fand.

Was genau haben Sie entdeckt?

Die Fülle an Geschäftsdaten war verblüffend. Eine Festplatte aus einem Geldautomaten enthielt Kontonummern, Abhebungen und Auszüge eines Jahres, allerdings ohne Namen oder Geheimnummern. Auf einer anderen Platte fanden wir Tausende Kreditkartennummern. Nur ein Zehntel der Platten war wirklich sauber.

Wo liegt das Problem?

Damit es schneller geht, löschen PCs nicht wirklich die Daten, sondern nur den Eintrag im Inhaltsverzeichnis der Platte. Auch der Befehl zum Formatieren entfernt nicht alles.

Wie groß ist das Risiko, dass unsere Daten später in falsche Hände fallen?

Es steigt natürlich ständig, weil wir unsere Computer für immer neue Aufgaben nutzen: für E-Mail oder Online-Banking, für Briefe an den Hausarzt und die Steuererklärung - all das hinterlässt Spuren auf der Festplatte. Und je mehr Festplatten ausrangiert werden, umso größer wird die Gefahr, dass persönliche Informationen an die Öffentlichkeit gelangen.

Was kann man tun, um sich zu schützen?

Die Computerhersteller sollten es einfacher machen, Daten wirklich zu löschen, und klar sagen, wann das nicht passiert. In der Zwischenzeit sollte jeder, der seinen Rechner verkaufen oder verschenken will, spezielle Software einsetzen (die es zum Beispiel bei www.tucows.de gibt).

Dann kommt keiner mehr an Daten heran?

Darüber gibt es in der Fachwelt heiße Debatten. Wer ganz sicher gehen will, muss zum Vorschlaghammer greifen und die Festplatte zertrümmern.

Interview: Karsten Lemm


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