Fraunhofer Institut Wasserzeichen für Videos


Für Bilder und Audiodateien gibt es sie bereits und nun auch für Videodateien: digitale Wasserzeichen. Das Fraunhofer Institut in Darmstadt hat gerade ein Patent für ein solches Verfahren erhalten. Das Wasserzeichen sei mit bloßen Auge nicht erkennbar.

Die Fraunhofer-Gesellschaft hat ein Patent für ein Verfahren erhalten, das Videodaten mit einem digitalen Wasserzeichen versieht. Diese Videowasserzeichen erfüllt den Angaben zufolge drei wichtige Kriterien: Die notwendigen Daten müssen sich in das Ausgangsmaterial einbetten lassen, das Wasserzeichen muss unsichtbar bleiben, und es darf sich nicht ohne Qualitätsverlust der Videobilder wieder entfernen lassen, wie die Entwickler vom Fraunhofer-Institut für integrierte Publikations- und Informationssysteme in Darmstadt (Ipsi) mitteilten.

Die genaue Beschreibung der Vorgehensweise umfasst in der Patentschrift beim Europäischen Patentamts mehrere Seiten. Im Grundsatz werden laut Ipsi zunächst bestimmte Bereiche von MPeg-Videos mit hohem Informationsgehalt identifiziert, die dann so minimal verändert werden, dass die Unterschiede für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Dennoch kann der Besitzer der Dekodierungssoftware und des passenden Wasserzeichenschlüssels die Information wieder auslesen und nachweisen, dass die Daten mit dem Wasserzeichen versehen wurden.

Die Technik sei auch produktiv und wirtschaftlich in großem Maßstab umsetzbar und für Medienunternehmen interessant, heißt es. Die Software muss von Fraunhofer-Mitarbeitern auf den Rechnern installiert und an die Produktionsabläufe angepasst werden.

Im Audiobereich verwenden die Hörbuchportale von soforthoeren.de und libri.de schon seit zwei Jahren eine Wasserzeichentechnologie der Darmstädter Forscher.

AP AP

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