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Filmkopien: Damit die Premiere wirklich eine Premiere ist

Mit ungeheurem Aufwand versuchen Filmfirmen Raubkopierer von ihrem Tun abzuhalten: Bevor ein Film in Deutschland anläuft, wird er zerstückelt, durchgemischt und stumm gemacht.

In schwarz-weiß, mit Wasserzeichen, Codierung und in hunderte Sequenzen zerstückelt - so kommen Hollywood-Filme das erste Mal nach Deutschland. Die große Angst der Verleiher von Produktionen wie "Batman Begins" und "Krieg der Welten" - die beide diese Woche in Berlin Premiere feiern -, ist es, dass ein Film noch vor seiner Premiere bereits im Internet oder sogar auf dem Schwarzmarkt angeboten wird. Millionenschäden wären die Folge: Kinobesucher bleiben aus, der DVD-Verkauf lahmt und in Videotheken werden Blockbuster zu Ladenhütern. Deshalb lagern selbst Synchronisationsstudios und Kopierwerke den Film nie komplett an einem Ort.

"Allein 2004 entstand der deutschen Filmwirtschaft durch Raubkopien ein Schaden von 1,06 Milliarden Euro, obwohl der Filmdownload vor Kinostart deutlich abgenommen hatte", sagt die Geschäftsführerin der Zukunft Kino Marketing GmbH, Elke Esser. Ohne die drastisch verschärften Sicherheitsmaßnahmen würde der Schaden noch deutlich höher liegen. "Vor allem wenn die deutsche Fassung noch vor dem Kinostart jedermann im Netz zugänglich wäre." Der dritte Teil von "Herr der Ringe" war bereits zwei Tage nach Kinostart im Internet aufgetaucht. Wenn es gelinge, das zu verhindern, seien die hohen Kosten unterm Strich für die Branche noch rentabel.

Stumm und hässlich

Unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen hat auch die Interopa Film GmbH in Berlin den kürzlich in den Kinos gestarteten Hollywood- Streifen "Königreich der Himmel" synchronisiert. Das Studio bearbeitete schon Kinoproduktionen wie "Titanic" oder "Fight Club" und TV-Serien wie "Ally Mc Beal" und "24". Die Arbeits-Version des Films ist schwarz-weiß, ohne Geräusche, mit Sicherheits- Beschriftungen und mit Timecodes markiert.

Schluss mit dem Transport der Filmrollen

Diese vorläufige Version wird aktweise und mit einem Decknamen versehen auf einzelnen Festplatten getrennt von einander in einem Stahlschrank aufbewahrt, berichtet Interopa-Geschäftsführer Thomas Braune. Aus Sicherheitsgründen wird das Bild- und Ton-Material des Films codiert über gesicherte Datenleitungen geschickt. "Damit ist eine für Filmpiraten attraktive Schwachstelle ausgeschlossen worden: der oft tagelange Transport der Filmrollen per Flugzeug und Kurier."

Synchronisiert wird mit vorläufigem Material

Dazu kommt der weltweit gleichzeitige Kinostart. "Dadurch sind wir unter enormen Zeitdruck. Wir synchronisieren schon erste Szenen, noch während der Film produziert wird", sagt Braune. In ein bis zwei Wochen müssen die Autoren anhand vorläufiger Originaldialoge und einer Rohübersetzung, zum Teil sogar ohne den Film vollständig zu kennen, eine lippensynchrone deutsche Version schreiben. "Von der Anlieferung des Materials bis zur Mischung der 'final version' sieht praktisch kein Mitarbeiter den Film in voller Länge und in der endgültigen Fassung." Selbst die Synchronsprecher arbeiten nur mit vorläufigem Material. Insgesamt dauert das Erstellen einer deutschen Fassung 6 bis 8 Wochen und kostet bis zu 80.000 Euro.

Danach geht der deutsche Ton in die Kopierwerke. Im Werk der Cinepostproduction in Berlin kommen Ton und Bild getrennt und in bis zu sechs Teilen an. "Ein Akt fehlt immer, und nie wird ein ganzer Film am Stück kopiert", sagt Fertigungsleiter Dietmar Ulrich. Erst eine Woche vor Kinostart werden die Kopien hergestellt. Sehr große Produktionen werden oft im Ausland kopiert. Die deutsche Ausgabe von Ridley Scotts "Königreich der Himmel" kam beispielsweise aus London.

Erst spät wird zusammengeführt, was zusammengehört

Erst kurz vor der Auslieferung des Films in die Lager werden die einzelnen Rollen zusammengeführt. Zuvor wird jede einzelne Filmkopie codiert, eine Raubkopie kann so eindeutig identifiziert werden. Spezialfirmen versenden die mehrfach verplombten Filmrollen minutengenau mit Sicherheits-Transportern. Mit GPS-Peilsendern können die Fahrzeuge und ihre Ladung via Satellit auf dem Weg vom Lager bis zum Kino jederzeit ausfindig gemacht werden. Nach der Premiere ist gleich wieder vor der Premiere - denn das nächste Sicherheitsgroßprojekt "Kinofilm" läuft schon.

Denni Klein/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.