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PC-Software: Ashampoo IP Spam Blocker: Keine Nachrichten, bitte!

Windows-Anwender mit Internet-Zugang sind bereits harten Tobak gewöhnt: Spam-Mails, Popup-Fenster und blinkende Werbebanner. Doch was steckt hinter den Werbebotschaften, die ohne Vorwarnung auf dem Bildschirm erscheinen?

Windows-Anwender mit Internet-Zugang sind bereits harten Tobak gewöhnt. Sie haben sich in der Vergangenheit über Spam-Mails, Popup-Fenster und blinkende Werbebanner mokiert und entsprechende Lösungen gefunden. Immer häufiger werden sie nun aber mit Werbebotschaften konfrontiert, die ohne Vorwarnung mitten auf dem Bildschirm erscheinen. Was steckt dahinter?

Viele verlockende Homepages

Plötzlich öffnet sich ein Fenster auf dem Bildschirm, das mit dem Titel "Nachrichtendienst" versehen ist. Eine Michelle, 21 Jahre alt und aus Berlin, meldet sich da ganz unverhofft zu Wort. Sie lädt mich auf ihre Homepage ein, weil es doch da viele sexy Fotos und Videos von ihr geben würde. Ich staune. Gut, dass meine Frau das nicht gesehen hat, die denkt nachher noch, ich chatte mit einer lieben Bekannten, die ein wenig zu lieb zu mir ist.

Minuten später, ich habe Michelle gerade weggeklickt, da steht auch schon wieder eine neue Botschaft des Nachrichtendienstes auf meinem Bildschirm. Ich hätte mir gerade den Blaster-Virus gefangen, steht da, als ob sich mein Virenscanner zu Wort meldet. Und wenn ich erfahren möchte, wie sich der Blaster beseitigen lässt, dann wäre es doch von Vorteil, eine ganz bestimmte Homepage aufzurufen. Ich probiere den Link mit journalistischer Neugierde aus, stelle aber vor Ort nur fest, dass man mir da einen kostenpflichtigen Dialer unterjubeln möchte.

Ashampoo IP Spam Blocker

System

Win 2000/NT/XP

Autor

Ashampoo

Preis

Freeware

Sprache

Deutsch

Dateigröße

396 kb

Über den internen Nachrichtendienst

Keine Frage, das müssen die nervtötenden Werbebotschaften sein, die unser Maler letztens fast schon verzweifelt ins Gespräch brachte. Er konnte sich mangels Sachverständnis nicht gut genug ausdrucken, meinte aber klar, dass die Werbetexte nicht in einer E-Mail und auch nicht in einem Browser-Fenster daherkommen. Recht hatte der gute Mann. Immer häufiger werden die Windows-Onliner von einem Phänomen in ihrem Surf-Alltag beeinträchtigt, das inzwischen als "IP Spam" oder "NetSpam" bekannt ist.

Schuld an der Misere hat der interne Windows-Nachrichtendienst, der unter Windows 2000, NT und XP von Hause aus eingeschaltet ist. Er soll es eigentlich Administratoren innerhalb eines kleinen Netzwerks erlauben, mehreren Anwendern auf einmal ganz unbürokratisch eine E-Mail zukommen zu lassen. Leider wird genau diese Funktion immer häufiger von skrupellosen Spammern ausgenutzt, die ihre Werbebotschaften einfach wahllos an beliebige IP-Adressen schicken. Mit dem Schrotflintenprinzip erwischen sie noch immer genug tatsächlich vorhandene Empfänger, sodass sich die Masche lohnt.

Was ist also zu tun? Das kostenlose Tool "Ashampoo IP Spam Blocker" kann nur eine Sache - die aber richtig gut. Das Programm schaltet den Windows-Nachrichtendienst aus, indem die entsprechende Option in der Registry manipuliert wird. Nach einem Neustart des Rechners wird der bei den meisten Anwendern überflüssige Dienst nicht mehr verwendet - die Werbebotschaften laufen ins Leere.

Download bei www.ashampoo.de

Carsten Scheibe
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