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PC-Software: inAlbum: Fotoshow mit Effekten

Besitzer einer digitalen Kamera werden an der Software "inAlbum" kaum vorbeikommen. Das Programm fasst beliebig viele Bilder zu fantastisch präsentierten Fotoalben und Slideshows zusammen.

Coole Oberfläche. Das ist der erste Gedanke des Anwenders, wenn er das Programm "inAlbum" startet. Die sehr ansprechend und modern gestaltete Software lädt förmlich dazu ein, in Eigenregie kreativ zu werden. Und das ist dann auch kein Problem. Der Hobby-Fotograf, der seine digitalen Bilder in Form bringen möchte, kann sie in der Thumbnail-Vorschau sichten und verschiedenen Shows zuweisen.

Sobald die Fotos selektiert sind, lassen sie sich weiterbearbeiten. Dabei ist es möglich, mit dem Schieberegler die Helligkeit und den Kontrast zu verändern. Die Bilder lassen sich auch drehen, mit einem farbigen Rahmen oder mit einer ausführlichen Textnotiz versehen. Möglich ist es auch, den Motiven einen Effekt zuzuweisen. Vor allem sehr langweilige Motive gewinnen mitunter an Klasse, wenn sie geschickt verfremdet werden. "inAlbum" bietet ganz in diesem Sinne viele klassische Effekte an, darunter das Ölgemälde, die Fischaugenlinse, das Mosaik und den alten Film. Alle Effekte lassen sich in der Vorschau testen und mit dem Schieberegler auch umfassend konfigurieren.

inAlbum v1.0

System

ab Windows 98

Autor

Increditools, Inc.

Sprache

Englisch

Preis

34,95 Dollar

Dateigröße

12,2 MB

Rahmen für jeden Geschmack

Eine tolle Erfindung sind die Templates. Dabei handelt es sich um animierte Rahmenvorlagen, in die später die einzelnen Bilder eingefügt werden. Viele Vorlagen liegen der Testversion bereits bei. Weitere lassen sich bei Interesse aus dem Internet herunterladen. Im Programmfenster sind die Vorlagen verschiedenen Themen zugeordnet. Wer also ein elegantes Design sucht, wird ebenso schnell fündig werden wie der Anwender, der eher auf der Suche nach einer Vorlage zum Thema "Fun & Family" oder "Love" ist. Schräg wird es dann in der Rubrik "Weird & Wacky". Die Vorlagen haben es wirklich in sich. Wer sich etwa für die Fun-Vorlage "Pet" entscheidet, bekommt einen Rahmen spendiert, der eine grüne Wiese und eine gemalte Hundehütte zeigt. Ein Hund gehört natürlich auch noch mit zum Szenario. Der läuft über die Wiese und geht seinen Späßen nach, während der Zuschauer sich den eingeblendeten Fotos zuwendet. Ab und an bellt der Hund sogar. Gelungen ist auch die Wacky-Vorlage "Outer Space". Sie holt den Weltraum auf den Bildschirm. Vor der animierten Kulisse fliegen Raumschiffe und Astronauten hin und her.

Schabernack

Nicht minder viel Spaß macht es, seine Bilder zu dekorieren. In der entsprechenden Ebene der Software ist es möglich, Hunderte von Cliparts in einer Leiste aufzunehmen und sie mit der Maus auf die Bilder zu stempeln. Das Set "Facial Fun" enthält etwa lustige Ohren, Vampirzähne oder Schnurrbärte, die sich per Mausklick auf die auf den Fotos abgebildeten Gesichter kleben lassen. Unter den Cliparts finden sich aber auch Kleidungsstücke, Tiere, Liebessymbole und Party-Accessoires. In einer zweiten Ebene bietet das Programm auch noch Sprechblasen in vielen Formen und Farben an. Sie werden gleichfalls auf ein Foto geklebt und können mit witzigen Kommentaren versehen werden. Weiter geht es mit den Sounds. Sie geben Tiergeräusche wieder, lassen die fotografierten Personen laut "Ahhh" oder "Buhh" sagen, spielen einen Applaus ab oder bringen einen Rülpser oder gar einen Pups zum Knallen. Diese Geräusche werden später abgespielt, sobald das frisch angelegte Fotoalbum an der entsprechenden Stelle aufgeschlagen wird. Möglich ist es übrigens auch, eigene Sounds aufzunehmen und sie mit einem Foto zu verknüpfen.

Am Ende gibt der Fotograf der Fotoshow einen Namen und versieht sie mit einer Hintergrundmusik. Viele vorbereitete Musiken im MP3-Format lassen sich aus dem Internet herunterladen. Natürlich können auch eigene Dateien verwendet werden. Anschließend wird die eigene Show generiert und das erste Mal probeweise abgespielt. An dieser Stelle ist es noch möglich, Änderungen an der Show vorzunehmen.

Verschiedene Versandmöglichkeiten

Steht das Ergebnis, geht es um den Export. Das "inAlbum" kann die fertige Show per E-Mail versenden, sie als HTML-Konstrukt speichern oder sie gleich ins Internet stellen. Möglich ist auch, eine interaktive Computer-CD zu brennen, eine Video-CD zu toasten, einen Bildschirmschoner zu schreiben oder das Fotoalbum als Desktop-Tapete zu verwenden. Gelungen ist die Option, die ganze Show mit allen Dateien und Einstellungen in eine einzelne EXE-Datei hineinzuschreiben. So entsteht ein eigenes Programm mit den persönlichen Bildern.

Die Testversion lässt sich nur 15 Tage lang nutzen und übernimmt auch immer nur drei Bilder in jede neue Show.

Download beim Hersteller: www.inalbum.com

Carsten Scheibe