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SCHEIBE: Wer kauft schon Computer-Bücher?

Letztens haben wir für einen Artikel mal wieder nach Computer-Büchern zum Thema gesucht. Dabei dachte ich: Ach, gibt's die tatsächlich noch, die Computerbücher? Wer liest die eigentlich? Diese Frage stellen sich anscheinend auch die Verlage.

Letztens haben wir für einen Artikel mal wieder nach Computer-Büchern zum Thema gesucht. Dabei dachte ich: Ach, gibt's die tatsächlich noch, die Computerbücher? Wer liest die eigentlich? Diese Frage stellen sich anscheinend auch die Verlage.

Die Bücher stehen in der Ecke...

Es braucht fünf Minuten, um einen Computer zu kaufen, und zwei Jahre, um ihn zu verstehen. Oft muss ich bei diesem Satz an meinen alten Nachbarn Robert denken, der irgendwann auf die Idee kam, sich auch einen Rechner zuzulegen. Flugs wurden die Sachen der Freundin aus dem gemeinsamen Rumpelzimmer geworfen, das fortan nur noch als Roberts Computerzimmer bezeichnet wurde. Computer, Drucker, Scanner – alles wurde sehr ordentlich auf dem Schreibtisch platziert. Nur: Einschalten alleine reicht nicht. Und so klingelte es zu allen Uhrzeiten an meiner Tür: »Du, Carschtie, ich hab da mal ne Frage...«. In der Folge erklärte, bastelte und schraubte ich, versorgte den Nachbarn mit Tools und Updates und richtete ihm das Internet ein. Irgendwann drückte ich ihm statt weiser Sprüche ein paar Computerbücher in die Hand. »Lies dir das durch und lern was dabei«, meinte ich. Robert guckte mich an wie einen Außerirdischen, der ihm zur Begrüßung vier Kubikmeter getrockneten Kameldung geschenkt hatte. Dann nickte er und stellte die Bücher in die Ecke. Da stehen sie heute noch. Nach dem Trial-and-Error-Verfahren hat sich Robert inzwischen selbst zum Computer-Experten gemausert, den nun ich um Tipps angehe. Computerbücher liest er noch immer nicht.

Lange Jahre habe auch ich kein Computerbuch mehr angefasst. Jetzt liegt bei mir ein ganzer Stapel im Büro. Für verschiedene Artikel brauchen wir einfach mal wieder ein paar Bücher, die wir mit vorstellen können. Außerdem wollte ich sowieso mal wieder selbst ein Buch schreiben: Nachdem im Internet alle Jobs gestrichen werden, muss man ja mal wieder etwas anderes ausprobieren. Doch die vorhandenen Titel treiben mir den kalten Schweiß auf den Rücken: Das liest doch keiner. Anscheinend glauben die Verlage noch immer, dass sich Computer-Bücher von ganz allein verkaufen, weil der verzweifelte PC-Anwender ohne sie einfach nicht auskommt. Inzwischen gibt es aber Fachzeitschriften mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und das Internet mit seinen vielseitigen Foren und Online-Magazinen. Viele Anwender bleiben auch bei einer Software-Version, die sie einmal kennen gelernt haben, und verweigern das Update.

Was törnt ab?

Doch was ist dran am Computerbuch, das so abtörnend auf die Leser wirkt? Sind es die öden 08/15-Cover, die eilig aus billigen Cliparts, einem bunten Hintergrund und ein paar Textzeilen zusammengehackt wurden - und den Charme von Wachturm-Pamphleten verbreiten? Bestimmt. Mit Wehmut erinnere ich mich an die genialen Cover des Hanser-Verlags, der sich nicht scheute, wunderschöne Naturbilder auf den Buchdeckel zu zwingen, um einmal für Abwechslung im PC-Sektor zu sorgen. Das Innenleben der Bücher ist noch deprimierender. Auf Farbe wird aus Kostengründen verzichtet. Dafür muss ein Buch aber wenigstens dick sein. Tausend Seiten sind längst keine Seltenheit mehr, dabei: Wer hat die Zeit, das zu lesen? Auch das Innenlayout ist dröge. Riesengroß aufgezogene Screenshots, eine logische Gliederung wie frisch aus der Diplomarbeit und eine versachlichte Schreibe ohne jede Emotion machen aus den Werken garantiert keine Bestseller. Ein Lektor sagt mir: »Reich wirste mit so'nem Buch nicht«. Das sollte aber auch kein Grund sein, nüchterne Fließbandarbeit abzuliefern. Ich würde mir ehrlich gesagt auch kein Buch mehr kaufen: Ich habe keine Lust, vor Langeweile einzugehen.

Damals, während meines Biologiestudiums, war das ähnlich. Die deutschen Fachbücher über Genetik, Phylogenie oder Bakterienkunde sahen öde aus, sammelten nur Fakten und verzichteten auf Farbe, Bilder und Schaubilder. Fast sah man das krautige Papier beim Umblättern stauben. Grauselig. Dann kamen die Amerikaner. Ihre Fachbücher waren layoutet wie Fachmagazine und warteten mit einem zweispaltigen Satz, vielen Infokästen, Zusammenfassungen, guten Schaubildern, vielen Tabellen und vor allem mit FARBE auf. Die Autoren, alles ehrwürdige Professoren, schrieben außerdem in kurzen Sätzen, mit Spaß an der Sache und mit dem Mut, auch einmal einen Scherz zu machen oder komplexe Zusammenhänge mit einem ganz simplen Beispiel zu veranschaulichen. Kurzum: Die amerikanischen Importe waren trotz der Fremdsprache leichter zu lesen als die deutschen – und verständlicher allemal.

Bitte, auf den Punkt

Was wir hierzulande brauchen, ist eine Müllpresse für die »Tastendrückerbücher« nach altem Rezept. Stattdessen müssen dünne Bücher her, die Fachwissen kompetent, locker und mit Mut zum eigenen Stil verkaufen. Die auch vom Layout her neue Wege gehen und sich an die PC-Sonderhefte am Kiosk anpassen. Das kann ich vergessen, meinen Sie? Ich denke nicht. Gerade habe ich von Sybex die neue Spicker-Reihe gesehen. Bunte Bücher im Hosentaschenformat, die auf 80 Seiten ein Thema auf den Punkt bringen – mit viel Farbe, vielen Bildern und präzisen Texten. So etwas würde ich gerne häufiger im Buchladen sehen. Dann klappt's auch mit den Verkaufszahlen.

Carsten Scheibe

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.