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Serie Silent-PC: Bitte schleichen beim Laufen

Optische Laufwerke sind durch ihre hohen Umdrehungszahlen ein entscheidender Lärmfaktor in modernen PCs. Folge sechs der Serie über den Selbstbau eines leisen PC zeigt, wie man CD- und DVD-ROM-Laufwerke zum Schweigen bringt.

Optische Laufwerke neuerer Gerätegenerationen sind durch ihre hohen Umdrehungszahlen ein entscheidender Lärmfaktor in modernen PCs. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um CD- oder DVD-Laufwerke handelt. Viele Geräte arbeiten automatisch immer an ihrem Limit, obwohl dies nur selten notwendig ist. Der entstehende Radau erinnert häufig an das Rauschen eines reißenden Gebirgsbaches.

Die optischen Laufwerke

Für unseren PC recyceln wir ein älteres Standard-CD-Laufwerk. Außerdem verbauen wir einen aktuellen 8fach-DVD-Brenner von LiteOn, den LDW 811S. Er brennt DVD+R 8fach, DVD-R 4fach, DVD+RW 4fach, DVD-RW 2fach, CD-R 40fach und CD-RW 24fach. Wie viele auf Geschwindigkeit getrimmte Laufwerke von heute ist er nicht übermäßig leise, bleibt aber in angenehmen Bereichen. Beim DVD-Abspielen schaltet der LDW 811S automatisch in einen langsameren Betriebsmodus, so dass er sich dann kaum noch wahrnehmen lässt. Das ist vernünftig, denn für diese Aufgabe wird ja lediglich eine einfache Drehgeschwindigkeit benötigt. Es ist keine Seltenheit, dass Laufwerke auch in solchen Situationen mit voller Leistung arbeiten und dem Anwender den Spaß verderben. Doch auch viele dieser Geräte lassen sich zwangsweise ruhigstellen, indem ihnen das Software-Tool "CD-Bremse" eine feste Lesegeschwindigkeit vorgibt.

LiteOn LDW 811S

Hersteller

LiteOn IT Corp.

Link

www.liteonit.com

Preis

ca. 120 Euro

Zum Einbau stecken wir die blauen Einbauschienen des Casetek-Towers einfach links und rechts in die Schraublöcher der Laufwerke. Dann lassen sie sich bei komplett geöffneter Front in die jeweiligen Schächte schieben. Wir verwenden die beiden 5,25-Zoll-Aussparungen unter dem Levicom SYS Guard. Zusätzlich bauen wir noch ein NoName-Diskettenlaufwerk ein, das bei Notfällen für den PC auch heute noch wichtig bleibt.

Rund ist schön
Um die Laufwerke miteinander und mit dem Mainboard zu verbinden, setzen wir statt der üblichen Flachbandkabel Rundkabel ein. Flachbandkabel nehmen im PC-Gehäuse mehr Platz ein und behindern durch ihre Breite die Luftzirkulation. Der Brenner wird als Master-Laufwerk mit der sekundären IDE-Schnittstelle verkoppelt. Das reine Leselaufwerk folgt dahinter als Slave-Gerät.

Die Festplatte

Festplatten (engl. Abk. "HD" oder "HDD") sind oft sehr geräuschintensiv, gerade wenn sie mit offensichtlich hohen Geschwindigkeiten glänzen möchten. Zu Beachten ist, dass Festplatten, wenn sie neu sind, wesentlich leiser arbeiten als etwa nach mehreren Wochen. Geräuschvolle Exemplare nerven dann durch lautes Klacken oder Rattern.

Die meisten Festplatten werden mittlerweile mit 7.200 Umdrehungen/Minute angeboten. Erste Modelle mit 10.000 Umdrehungen sind bereits auf dem Markt erschienen. Für die normalen Zwecke eines Heimanwenders reichen aber meistens bereits Geräte mit 5.400 Umdrehungen/Minute aus. Ihre geringere Geschwindigkeit ist in vielen Fällen kaum spürbar. Der große Vorteil ist hingegen ihre reduzierte Lautstärke, die die Laufwerke im Betrieb produzieren, und die geringere Abwärme.

Vom Werk aus leise
Da aktuelle SATA-Festplatten keinerlei Geschwindigkeitsvorteile bieten, aber teurer als vergleichbare IDE-Modelle sind, greifen wir auf eine Ultra ATA-133-Platte zurück. Die Samsung SpinPoint SV 1604N, mit 5.400 Umdrehungen/Minute, bietet eine Kapazität von 160 GB, 2 MB Datenpuffer und eine kurze mittlere Zugriffszeit von 8,9 Millisekunden. Um die bereits geringe Lautstärke weiter zu reduzieren, wurden von Samsung die NoiseGuard- und die SilentSeek-Technologien in die Festplatte integriert. NoiseGuard bezeichnet den Einsatz von speziellen vibrationsschluckenden Materialien. SilentSeek steht für die Verringerung von Resonanzen bei Suchbewegungen des Lese-/Schreibkopfes.

Samsung SpinPoint SV 1604N

Hersteller

Samsung

Link

www.samsung.de

Preis

ca. 90 Euro

Wir setzen die Platte in die mittlere Position des unteren internen 5,25-Zoll-Einbauschachts. Wieder machen Einbauschienen Schraubarbeiten überflüssig. Der in dem Lüfterkäfig davor sitzende Ventilator kühlt die Platte und trägt so zusätzlich zur Belüftung des Gehäuses bei. Die Festplatte wird durch ein Rundkabel mit der primären IDE-Schnittstelle auf dem Mainboard verbunden. Tatsächlich zeigte sich später, dass eine geringere Geschwindigkeit gegenüber 7.200er Modellen im Alltagsbetrieb kaum oder gar nicht zu spüren ist.

Kleiner Kniff
Zur Geräuschreduzierung lautstarker Festplatten gibt es auch spezielle Gummiaufhängungen, die zumeist in 5,25-Zoll-Schächten Platz finden. Die beispielsweise bei A Conto NoiseMagic erhältlichen Einbaurahmen reduzieren die Plattenlautstärke erheblich. Ihr Nachteil ist allerdings die etwas erhöhte Wärmeentwicklung der Festplatte, da sich die Vibrationen verstärken und die entstehende Wärme nicht mehr direkt an das Gehäuse abgegeben wird.

Gregor Franz
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.