Sicherheit High Tech für das Freibad


Wo halten sich die Deutschen bei sommerlicher Hitze am liebsten auf? Im Freibad. Um die Sicherheit der Badenden zu verbesser werden jetzt Computersysteme eingesetzt, die leblose Körper im Wasser erkennen.

Zwei bundesweit einmalige Pilotprojekte sollen die Sicherheit in Schwimmbädern erhöhen. "Wir setzen auf High Tech und Pädagogik", sagte der Chef der Bädergesellschaft Düsseldorf, Rüdiger Steinmetz. So werde ein Becken von kommender Woche an mit Videokameras überwacht, mit deren Hilfe ein Computer leblose Person erkennen soll. In einem anderen Bad werden Kinder durch eine "interaktive Lerntafel" vor den Gefahren im tiefen Wasser gewarnt.

Programm erkennt leblose Körper

Das elektronische Frühwarnsystem "Poseidon" besteht aus mehreren Über- und Unterwasserkameras, die mittels eines Computerprogramms leblose Körper im Schwimmbecken registrieren können. Die Probephase werde zwei bis drei Monate dauern. "Bei positiven Erfahrungen können wir uns vorstellen, das System auch auf andere Bäder auszuweiten", sagte Steinmetz. Den Marktpreis für das System bezifferte Steinmetz auf rund 80.000 Euro.

Die "interaktive Lerntafel" im Strandbad Lörick soll Badeunfällen vorbeugen. "Kinder haben bis zum Alter von neun Jahren noch keine genaue Vorstellung von Wassertiefen", sagte Projektleiterin Lilli Ahrendt. Herkömmliche Warnhinweise etwa durch Verbotsschilder seien nicht kindgerecht. Deshalb stelle die Lerntafel das Schwimmbad aus Sicht von Kinderaugen dar. An der knapp 2000 Euro teuren Tafel können Kinder ihre Größe spielerisch mit dem Wasserpegel vergleichen und so Gefahren "im Wortsinn begreifen".

DPA

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