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stern.de testet: Technik-Gadgets fürs Festival

Welche technische Ausrüstung braucht man neben Zelt und Schlafsack auf einem Musikfestival? Während ein Fernseher und Navigationsgeräte wohl eher selten im Rucksack stecken, kann sich die Mitnahme eines Solarladegeräts lohnen. Ein Selbstversuch auf dem Hurricane-Festival.

Von Gerd Blank

Einmal im Jahr ist es soweit. Ich packe meine Sachen und fahre aufs Hurricane-Festival nach Scheeßel. An drei Tagen im Juni spielen dort viele Bands, in diesem Jahr waren es Gruppen wie Foo Fighters, The Chemical Brothers und Beatsteaks. Geschlafen wird wenig und wenn, dann in einem Zelt. Doch was braucht man neben Zelt und Grill für eine Ausrüstung, um die Zeit zu überstehen? Zahlt sich das Mehr an Gewicht auch in Mehr an Komfort aus?

Im Lauf der vergangenen Jahre wurde mein Aufenthalt auf dem Festival-Zeltplatz immer komfortabler. Angefangen hatte ich mit einem Zelt, Iso-Matte und Schlafsack - inzwischen sind Partyzelt, Tisch und Stühle mit dabei. Doch in diesem Jahr sollte es noch mehr sein. Für einen ausführlichen Selbstversuch nahm ich noch ein paar andere Dinge mit, die nicht unbedingt als typisches Festival-Gepäck durchgehen. Der Ansatz war simpel: Was könnte sich auf dem Gelände als nützlich erweisen? Neben naheliegenden Dingen wie einer Outdoor-Dusche und einem Getränkerucksack fanden auch eine Videokamera, ein Alkoholtester und ein Mini-Fernseher Platz in meiner Tasche. Das Problem bei vielen dieser technischen Begleiter ist der Stromverbrauch. Auf dem Zeltplatz sind selten Steckdosen zu finden, so hält der Akku oft nur ein paar Stunden. Aber auch dieses Problem habe ich versucht, zu lösen.

Wie haben sich die Festivalbegleiter in der Praxis geschlagen?

Videokamera

Klar, Fotos von der Lieblingsband sind prima. Jedes moderne Handy kann inzwischen mal mehr oder mal weniger gute Schnappschüsse machen. Aber warum nicht einfach mal Filmen? Auch bei Kameras hat die Miniaturisierung eingesetzt, moderne Aufzeichnungsgeräte sind nicht viel Größer als eine kompakte Digitalkamera. Die Evorio von JVC überzeugt nicht nur durch die geringen Abmessungen: Trotz der kleinen Bauweise bringt sie Features mit, die viel größeren Geräten oftmals fehlen. Die Filme werden auf der eingebauten 30-GB-Festplatte gespeichert, darüber hinaus kommt die Kamera auch noch mit SD-Karten klar.

Doch der Clou ist die Optik: Der 32-fache Zoom holt selbst weit entfernte Objekte ganz nah vor die Linse. Allerdings braucht es hierfür eine sehr ruhige Hand: Auch wenn die Kamera über einen Bildstabilisator verfügt, der auf kurze Distanzen hervorragend funktioniert, ist bei weit entfernten Bilder davon nichts mehr zu spüren. Nutzt man allerdings ein Stativ, erhält man klasse Bilder. Für ein Festival lohnt sich die Mitnahme vielleicht nicht unbedingt, für ein einzelnes Konzert indes schon.

Handy

Ein Handy mag auf dem ersten Blick kein außergewöhnliches Festival-Accessoire sein, denn wahrscheinlich hat jeder Festival-Besucher eines in der Tasche. Allerdings gibt es ein paar Features, die beim Hurricane und Co. wirklich von Nutzen sind: Die lange Akku-Laufzeit gehört genauso dazu wie ein unempfindliches Gehäuse und gute Sprachqualität. Das C702 von Sonyericsson bietet neben all diesen Punkten auch noch einen GPS-Empfänger, der gerade auf einem Festival gute Dienste leistet.

Am Ende eines Konzerttages muss man wieder zurück zu seinem Zelt finden, was bei Nacht und unter Alkoholeinfluss nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen ist. Hat man aber seinen Standort im Handy gespeichert, kann man sich mit Google Maps zurück zu dem Zelt führen lassen. Sicher, das können inzwischen auch ein paar Handys anderer Hersteller, allerdings ist das C702 dank des stabilen Gehäuses auch gut fürs Festival geeignet. Außerdem lässt sich das Gerät mit dem mitgeliefertem Karabinerhaken an der Kleidung befestätigen.

Fernseher

Auch auf Festivals will man nicht auf Informationen verzichten - gerade wenn zeitgleich eine Europameisterschaft läuft oder die Olympischen Spiele stattfinden. Nur: Wo soll man im kleinen Zelt auch noch Platz für einen Fernseher finden? LG hat mit dem T80 einen Mini-Fernseher, der in der Hosentasche transportiert werden kann. Der eingebaute DVB-T-Empfänger erlaubt es den Nutzern, alle frei verfügbaren Fernsehsender auf dem 3-Zoll-Touchscreen-Display anzuschauen.

Doch nicht nur TV-Programme zeigt der Winzling in sehr guter Qualität an - auch Musik und Bilder lassen sich auf den integrierten vier Gigabyte Speicher mitführen. Leider schwächelt das Display ein wenig bei Sonnenschein. Außerdem fehlt dem T80 ein eingebauter Lautsprecher - so muss unbedingt ein Kopfhörer benutzt werden. So ist der Minifernseher nur für den Solo-Betrieb zu gebrauchen - was gerade bei Sport-Events sehr schade ist.

Kopfhörer

Auf einem Festival ist der Lärm ein ständiger Begleiter - auch in der Nacht. Manchmal hilft nicht einmal mehr ein Ohrstöpsel, um wenigstens ein paar Stunden Schlaf zu finden. Überraschend gut schlug sich auf dem Hurricane der Reisekopfhörer PXC 450 von Sennheiser. Eigentlich ist das Gerät für Flugreisen konzipiert: Eingebaute Mikrofone nehmen Außengeräusche auf und in Echtzeit wird ein Gegengeräusch produziert, wodurch der Fluglärm kaum noch wahrzunehmen ist. Und das funktioniert sogar ohne einen angeschlossenen Musikabspieler.

Doch nicht nur in der Luft, auch auf dem Zeltplatz sorgt der PXC 450 für eine gedämpfte Umgebung. Allerdings ist das System nicht wirklich für die Nacht geeignet, denn man kann es nur in der Rückenlage auf dem Kopf behalten.

Solarladegerät

Wer viel Technik auf ein Festival mitnimmt, kommt irgendwann in ein Energie-Engpass. Leider fehlen auf den Zeltplätzen meist Steckdosen um Handys und Mini-Fernseher wieder mit Strom zu versorgen. Abhilfe schafft ein Solarladegerät. Das Revolt 3in1 von Pearl ist zusammengeklappt kaum größer als ein Handy und wird mit vielen unterschiedlichen Adaptern ausgeliefert, die für fast alle Handy-Typen funktionieren. Selbst ein Mini-USB-Stecker ist dabei. Mobiltelefone werden innerhalb kürzester Zeit wieder aufgeladen - vorausgesetzt die Sonne scheint. Falls der Wetterbericht dichte Wolken vorhersagt, lässt sich das Ladegerät auch im Vorwege als Akku aufladen, um dann als Notfall-Stromversorgung zu dienen. Eine wirklich lohnende Investition - nicht nur fürs Festival.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.