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GESPERRT! PC-Spiel "Empire: Total War": Geschichte wird gemacht

Bei dem PC-Spiel Empire: Total War kann man sich entscheiden: Will man die historischen Ereignisse nachspielen - oder den Weltenverlauf ändern?

Von Nina Ernst

Frankreich im Jahr 1789: Adel und Klerus genießen das Leben. Für die Unterschicht stehen harte Arbeit und hohe Steuern auf der Tagesordnung. Das Volk rebelliert. In einer Blitzaktion baut die Regierung Tavernen und senkt die Steuern. Daraufhin beruhigen sich die Bürger, die Revolution ist abgewendet.

Wie würde die Welt aussehen, wenn geschichtliche Wendepunkte ganz anders verlaufen wären? Solche Szenarien können Computerbesitzer nun ausprobieren: Das Strategieepos "Empire: Total War", das jetzt in Deutschland erscheint, versetzt sie in die Lage von Politikern und Feldherren des 18. Jahrhunderts. Die politische Ausgangssituation ist den historischen Gegebenheiten nachempfunden. Aber der Spieler entscheidet selbst, ob er die Geschichte nachspielt oder umschreibt.

Strategiespiele vor historischer Kulisse gibt es viele. Einzigartig bei "Empire: Total War" ist die Liebe zum Detail. Die Entwickler haben nicht nur versucht, politische Zusammenhänge möglichst exakt nachzubilden. Auch zahllose optische Einzelheiten wurden präzise umgesetzt: vom Schnitt der Uniformröcke bis zum Umgang mit dem Degen.

Das Gefühl, mittendrin zu sein

Das Ergebnis ist immer noch kein Lehrprogramm, sondern ein Spiel. Aber eines, das einem in vielen Szenen das Gefühl gibt, mittendrin zu sein, zum Beispiel in der Französischen Revolution, im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, bei kleinen Revolten oder gigantischen Gefechten. Wenn die Truppen auf Befehl des Spielers über das Schlachtfeld marschieren, wirkt das fast so überzeugend wie die nachgestellte Szene einer TV-Dokumentation. Bis zu 10.000 Figuren mit individuellen Bewegungen füllen in "Empire" den Bildschirm. Jeder Grashalm, jedes Einschussloch und jedes verschossene Projektil wird berechnet - was hohe Anforderungen an den PC mit sich bringt. Aber auch die Spieler müssen sich anstrengen. Nur wer klug plant, kann siegen. Ein Hügel kann zum taktischen Vorteil oder zur Falle werden. Anhöhen bringen Fernkämpfern mehr Reichweite, Baumstämme bieten Deckung. Das lange Planen erinnert an Schach.

Erschaffen wurde all das in Horsham, einem beschaulichen Städtchen in Südengland. In einem unscheinbaren Gebäude nahe dem Marktplatz hat die Spieleschmiede Creative Assembly ihr Zuhause. In dem Großraumbüro sitzen rund 70 junge Menschen und arbeiten konzentriert. Kein Radio, keine Unterhaltungen, allein die Lüfter der Computer und das Klicken der Mäuse sind zu hören. Nur noch wenige Tage bleiben, um das Spiel fertigzustellen. Die Mitarbeiter testen immer wieder alle Szenen, suchen nach Fehlern. Dreieinhalb Jahre Arbeit liegen hinter ihnen.

"Wir haben das 18. Jahrhundert gewählt, weil sich damals die Technologie rasant entwickelt hat", sagt Mike Simpson, der Chef des Entwicklerstudios. Er schickte seine Mitarbeiter in Museen, ließ sie Filme ansehen und historische Aufzeichnungen studieren. Schon beim Einstellen neuer Mitarbeiter hatte das Studio nach Menschen mit historischen Vorkenntnissen gesucht.

Zusammenhänge begreifen

"Im Spiel soll man verstehen lernen, wie Dinge funktionieren", sagt Simpson. Der Spieler soll nicht nur Einzelheiten pauken wie Jahreszahlen und die Tatsache, dass eine Kanone auch mal daneben schießt. Er soll Zusammenhänge begreifen. Etwa, dass diplomatisches Geschick die Wirtschaft erblühen lassen und das Senken der Steuern Unruhen abwenden kann.

Der Spieler startet auf einer Taktikkarte, die an Brettspiele erinnert. Abwechselnd mit dem Computergegner kümmert er sich in Spielzügen um die politischen Voraussetzungen. In zwei Zügen vergeht etwa ein virtuelles Jahr. Der Spieler erforscht Technologien, erweitert das Kulturangebot, baut Siedlungen und schließt Pakte. Ziel ist es, immer mächtiger zu werden. Auf einer abstrakt gehaltenen Karte stehen einzelne Figuren und Gebäude stellvertretend für Armeen und Siedlungen. Kommt es zum Kampf, wechselt das Spielgeschehen. Aus Spielzügen wird Echtzeit und aus einer grünen Fläche eine Landschaft mit Wäldern, Wiesen und Soldaten.

Eindrucksvoll sind auch die Szenen auf hoher See. Die Schiffe wurden nach Originalplänen gestaltet. Der Spieler kann zusehen, wie die Matrosen unter Deck Kanonen befüllen. Je mehr Löcher feindliche Geschosse in den Rumpf reißen, desto mehr Wasser läuft ins Schiff. Bei Schieflage klammern sich Soldaten am Holz fest, während andere schon im Wasser treiben. So viel Liebe zum Detail schätzen selbst gestandene Historiker, zum Beispiel Markus Pöhlmann vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt in Potsdam: "Ein Spiel kann nie die wahre Realität von Krieg vermitteln. Aber Spiele können das Interesse für historische Themen wecken."

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.