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Videospiel "Fifa Street": Mit Messi auf dem Bolzplatz

Coole Tricks und viele Tore: Mit "Fifa Street" ist ein neues Fußballspiel für Xbox 360 und Playstation 3 erschienen. Statt auf dem Rasen zaubern Messi und Co. jetzt auf dem Parkplatz um die Ecke.

Von Christoph Fröhlich

Schiedsrichter? Gibt es nicht. Abseits? Nie gehört. Im neuen "Fifa Street" sind Regeln beinahe bedeutungslos. Statt auf perfekt gemähten Stadionrasen duellieren sich die europäischen Top-Clubs jetzt auf Parkplätzen, verlassenen Innenhöfen oder auf dem Bolzplatz. Auch das Trikot kann zu Hause gelassen und gegen Jogginghose und Kapuzenpulli eingetauscht werden. Das sieht cooler aus, und nur darauf kommt es an: Wer schafft die besten Tricks, die gewagtesten Dribblings, die schönsten Tore?

Vom Hinterhofkicker zum Weltstar

Das Herzstück des neuen Fifa-Ablegers ist der Karriere-Modus "World Tour": Der Spieler startet hier zunächst als ungeübter Hinterhofkicker - wer bereits einen selbst erstellen Charakter aus "Fifa 12" besitzt, kann diesen übernehmen. Nach kleineren Turnieren in der Umgebung muss man zunächst auf nationaler Ebene bestehen, denn der Weg zum Weltstar ist hart: Nach jedem Spiel bekommt die Figur Erfahrungspunkte, die in neue Tricks oder verbesserte Attribute wie Dribbling, Schusskraft oder Geschwindigkeit investiert werden können.

Die Kampagne führt den Spieler an 35 Orte, drei Schwierigkeitsgrade stehen zur Auswahl, mit denen sich neue Objekte freischalten lassen. Motivierend: Nach großen Turnieren dürfen Spieler des gegnerischen Teams in die eigene Mannschaft integriert werden - so darf man mit etwas Glück mit Ikonen wie Ronaldo, Robben oder Rooney kicken.

Alle Profi-Mannschaften stehen auch im "Schnellen Spiel" zur Verfügung, in dem man alleine gegen den Computer - mit teils schwankender künstlicher Intelligenz - oder gegen Freunde spielen kann.

Bis zum letzten Mann

Auf der technischen Seite hat sich Entwickler EA für den realistischen Look von "Fifa 12" und gegen den Comic-Look der Vorgänger entschieden. Das bedeutet aber auch: Es gibt keine aufladbaren Powerleisten mehr, auch die Zeiten der Superschüsse sind vorbei. "Fifa Street" fühlt sich jetzt eher an wie ein klassisches Fußballspiel, nur eben viel lockerer. Statt den altbekannten TV-Kommentatoren Manfred Breuckmann und Frank Buschmann gibt es jetzt eine johlende Menge neben dem Spielfeld, die bei schleppendem Spielverlauf auch mal Kommentare auf Stammtischniveau zuruft.

Es gibt sehr viele Spielvarianten: von kleinen Zwei-gegen-Zwei-Duellen mit winzigen Toren bis zu Turnieren mit sechs Feldspielern in regulären Hallen. Richtig gelesen: Es gibt endlich wieder Hallen, 14 Jahre (zuletzt in Fifa 98) mussten Fans darauf warten, seit der beliebte Spielmodus gestrichen wurde. Bleibt zu hoffen, dass EA die Halle auch in "Fifa 13" integriert.

Beim Spielmodus "Last Man Standing" wird für jedes Tor ein eigener Spieler auf die Bank geschickt. So muss man sich auch in Unterzahl gegen den Herausforderer behaupten. Im Spielmodus "Panna" sind Tore nur sekundär, wichtig sind coole Tricks: "Man kann den Gegenpieler locken, einen Trick machen, um ihn auszuspielen, oder gar zu tunneln. Das ist die ultimative Demütigung, ein wesentliches Merkmal des Straßenfußballs", beschreibt Gary Paterson, Creative Director bei EA Sports, den Trick-Spielmodus.

Schade: Während im lokalen Spiel gegen Freunde alle Mannschaften ausgewählt werden können, darf online nur mit selbst erstellten Figuren gespielt werden. Wer mit seinen Lieblingsspielern online kicken will, muss weiterhin "Fifa 12" in das Laufwerk legen. Auch die Spielmodi "Panna" und "Last Man Standing" sucht man online vergebens.

Fazit: Amüsanter Freizeitkick

EA Sports erfindet mit dem neuesten Ableger von "Fifa Streets" die Serie neu. Die gute Spielphysik und die Animationen des großen Bruders "Fifa 12" sorgen für ein realistischeres Spielgefühl. Grafisch ist der Straßenkicker aber dennoch etwas schlechter. Doch hier stehen nicht Optik und Sound im Vordergrund, sondern die Tricks. Und das Kombinieren von Übersteigern, Fallrückziehern und schnellen Dribblings macht mehr Spaß denn je. Allerdings wäre beim Online-Modus mehr drin gewesen.

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