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Nixie gewinnt Wearable-Wettbewerb: Dieses Armband wird zur Selfie-Drohne

Mit einer cleveren Idee hat das Start-up Nixie gerade einen Intel-Wettbewerb gewonnen. Die gleichnamige Selfie-Drohne lässt sich jederzeit leicht mit sich führen - am Handgelenk.

Unter dem Motto “Make it Wearable“ (Macht es tragbar) suchte der Chip-Hersteller Intel in einem Wettbewerb nach der cleversten tragbaren Technologie. Gewonnen hat nun ein Team um den deutschen Physiker Christoph Kohstall. Sie haben mit ihrer “Nixie“ eine Kamera-Drohne entwickelt, die sich am Handgelenk tragen lässt. 500.000 US-Dollar (etwa 400.000 Euro) stehen dem Start-up nun zur Verwirklichung seines Projektes zur Verfügung.

Kamera-Drohnen an sich gibt es natürlich schon länger. Besonders ist die Nixie erst durch den Anspruch, immer am Handgelenk auf ihren Einsatz zu warten. Gibt der Träger ihr durch eine simple Geste das Signal zum Start, steigt sie in die Luft und begibt sich in Foto-Position. In einem Video ist bereits ein funktionierender Prototyp zu sehen. Trotzdem bleibt noch viel zu tun. So ist der Prototyp alles andere als hübsch, von der in einem anderen Video zu sehenden Computeranimation der Drohne ist er noch weit entfernt. Ob die sich aber auch so umsetzen lässt, muss sich erst zeigen.

Selfies siegen über Handprothesen

Selfies sind einer der großen Foto-Trends der letzten Jahre. Dank Smartphones und Apps wie Instagram sind die Bilder schnell geschossen und ebenso schnell verteilt. In vielen Situationen ist das Fotografieren allerdings nicht so einfach, etwa weil die Arme zu kurz sind, um alle Beteiligten oder die umliegende Szenerie ordentlich einzufangen. Hier soll in Zukunft die Nixie ins Spiel kommen. Im Werbevideo wird etwa die Benutzung beim Klettern oder beim Fahren mit dem Mountain Bike vorgeschlagen.

Im Wettbewerb konnte sich das Team Nixie gegen neun weitere Finalisten durchsetzen. Der zweite Platz ging an eine günstig zu produzierende Hightech-Handprothese, Platz drei an einen smarten Handschuh, der Arbeiter in Fertigungsanlagen unterstützen soll. Keinen Preis bekamen die Baukasten-Smartwatch Blocks, eine Trikot-Kamera für Sportler und ein Armband, das je nach Temperatur den Körper abkühlen oder aufwärmen soll.

Malte Mansholt
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