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Streaming Die Musikbranche wächst - dank Spotify und Co.


Mit dem Musikstreaming-Boom fürchteten viele das Ende der Industrie. Nun zeigt sich: Die Branche wächst immer weiter - wegen der Streaming-Dienste.

Dank des anhaltenden Booms der Streamingdienste verzeichnet die Musikbranche einen weiterhin deutlichen Zuwachs ihrer Einnahmen. Wie der globale Musikindustrie-Verband IFPI am Dienstag mitteilte, stieg der Umsatz aus Musikaufnahmen im vergangenen Jahr um 5,9 Prozent auf 15,7 Milliarden Dollar (14,4 Milliarden Euro). Es handelte sich um das zweite Jahr in Folge, in dem sich die Branche über eine Steigerung ihrer Einnahmen freuen konnte. 2015 waren die Umsätze mit 3,2 Prozent erstmals seit 1998 wieder deutlich gewachsen.
Nach Angaben des Verbandes schnellten die Einnahmen aus Streamingdiensten wie Spotify, Apple Music, Tidal und Deezer im vergangenen Jahr nochmals um 60,4 Prozent im Vergleich zu 2015 in die Höhe; im Jahr davor lag der Zuwachs bei 45 Prozent. Durch die nochmals stark gestiegene Popularität der Streamingdienste seien die starken Einnahme-Einbußen von Download-Diensten wie iTunes mehr als kompensiert worden, teilte der IFPI mit. Die Umsätze der Dienste zum Herunterladen von Musik sanken im vergangenen Jahr um 20,5 Prozent.

Streaming: Die Musikbranche wächst - dank Spotify und Co.

Spotify: Mit Abo zum Erfolg

Streamingdienste mit Abo-Bezug wurden dem Verband zufolge zum Jahresende 2016 von weltweit 112 Millionen Menschen genutzt. Beim Streaming haben Nutzer Zugriff auf ein gigantisches Musikarchiv. Die Lieder werden nicht gekauft oder dauerhaft heruntergeladen, sondern über das Internet als Audiostream abgespielt.

mma AFP

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