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Animierte Grafik Das passiert in einer Minute im Internet


Was passiert in 60 Sekunden im Internet? Eine Agentur hat eine interaktive Grafik veröffentlicht, die den gigantischen Datenstrom zeigt - und das Geld, das die Firmen mit unseren Daten verdienen.

Eine Sekunde ist keine lange Zeit. Man schafft es vielleicht, zwei bis dreimal schnell hintereinander zu blinzeln, bevor der Uhrzeiger wieder ein Stückchen weiterwandert. Im Netz dagegen reicht eine Sekunde, um die Leitungen glühen zu lassen: Mit jedem Wimpernschlag werden auf Facebook gigabyteweise Daten hochgeladen und zigtausende Dateien in die Dropbox gelegt. In einer Sekunde gibt es 4608 Google-Suchanfragen und es checken 35 Menschen rund um den Globus auf Foursquare ein.

Die US-Finanzagentur Penny Stock Labs hat Ende Mai eine ansehnliche Infografik veröffentlicht, in der man auf einen Blick die wichtigsten Zahlen und Daten rund um Twitter, Facebook, Google, Apple, Foursquare und Co. sieht. Die Grafik aktualisiert sich fortwährend im Sekundentakt, schnell erreichen die Daten schwindelerregende Größen.

Nach 60 Sekunden etwa weiß man, dass in dieser Zeit 138.840 Stunden auf Videomaterial auf Youtube angeschaut und 204 Millionen E-Mails verschickt wurden. Dass 1,38 Millionen Minuten mit Skype telefoniert und 74.160 Android-Apps installiert wurden.

2363 Dollar pro Sekunde

Eine weitere Grafik liefert zusätzliche interessante Zahlen. Sie heißt "Kampf der Internetgiganten" und zeigt in Echtzeit die Einnahmen der großen Internetunternehmen. Man sieht etwa, dass Facebook in einer Sekunde 249 Dollar Umsatz macht - und davon 48 Dollar an Gewinn hängen bleiben. Noch knapper ist das Verhältnis beim Streamingdienst Netflix: Von 139 Dollar Einnahmen pro Sekunde bleiben gerade einmal vier Dollar Gewinn übrig.

Insgesamt, so behauptet die Finanzagentur, die sich auf zahlreiche Wirtschaftsberichte von "Forbes" oder dem "Guardian" stützt, verdienen die Internetriesen 2363 Dollar pro Sekunde, das sind 141.780 pro Minute. Und noch ein interessantes Detail zeigt die Grafik: Die Hälfte des Geldes landet bei Apple.

Christoph Fröhlich

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