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watchOS 5: Keine Updates mehr: Apple macht seine 18.000-Euro-Uhr zum Elektroschrott

Mit der Apple Watch Edition zeigte Apple im Herbst 2014 sein wohl protzigstes Produkt. Ab Herbst gilt sie offiziell als veraltet - trotz des horrenden Preises.

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Es gibt Luxusuhren, die schon in der dritten Generation getragen werden. Klar, die Batterie ist nicht mehr dieselbe, manchmal musste auch schon mal etwas repariert werden. Doch die teure Uhr an sich ist noch die alte. Mit Apples teurer Protz-Uhr, der Apple Watch Edition, wird das sicher nicht passieren. Ab Herbst ist die bis zu 18.000 Euro teure Uhr ganz offiziell obsolet.

Dann wird das am Montag in San Jose vorgestellte watchOS 5 erscheinen - und zum ersten Mal werden einige Modelle der Apple Watch nicht mehr mit dem neuen System versorgt. Die mittlerweile als "Series 0" bezeichnete, allererste Serie an Apple Watches ist dann veraltet. Klar, die Uhren funktionieren erstmal normal weiter. Neue Features und Verbesserungen gibt es aber nicht mehr. Das betrifft auch Besitzer des günstigsten Modells und nicht nur Käufer der absurd teuren Apple Watch Edition - für Letztere dürfte es allerdings besonders ärgerlich sein. 

Gescheiterte Luxusuhr von Apple

Das aus Gold gefertigte Modell war der Versuch Apples, in den Luxusmarkt vorzustoßen. Ab 11.000 Euro kostete die Version aus echtem Gelb- oder Roségold. Wer ein rotes Lederarmband dazu wollte, musste satte 7000 Euro mehr hinlegen. Selbst dem durchaus reichen Apple-Chef Tim Cook scheint das peinlich gewesen zu sein: Bei der Vorstellung nuschelte er den Preis so sehr vor sich hin, dass er kaum zu verstehen war.

So richtig aufgegangen ist Apples Plan aber wohl nicht. Verkaufszahlen hat der Konzern nie verraten, eine Entscheidung spricht aber Bände: Mit der Apple Watch Series 2 war die Goldversion verschwunden. Die Apple Watch Edition wird seitdem aus weißer oder schwarzer Keramik gefertigt, der Preis ab 1399 Euro fällt deutlich moderater aus.

Andere haben mehr Erfolg

Schon bei der Vorstellung machten sich viele Beobachter darüber lustig, dass man anders als bei "echten" Luxusuhren eben kein Objekt fürs Leben, sondern schnell veraltende Technik im viel zu teuren Gehäuse kauft. Bei anderen Herstellern ist das Konzept allerdings trotzdem aufgegangen: Die Edel-Uhrenmarke Tag Heuer stellte etwa 2015 eine knapp 2500 Euro teure Smartwatch mit Android vor. Sie wurde rasch zur meistverkauften Uhr der Marke. 

Mittlerweile hat man gleich mehrere Versionen im Programm. Die günstigste schlägt dann mit 1100 Euro zu Buche. Wer voll auf Diamanten setzt, kann aber auch satte 160.000 Euro dafür hinlegen. Für das Problem der veralteten Software haben die Schweizer eine einfache Lösung: Läuft nach zwei Jahren die Garantie ab, kann man seine Smartwatch einfach beim Händler ohne Aufpreis gegen eine klassische Uhr umtauschen. Die kann man dann auch weitervererben.

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