Auktionsbetrug Drei, zwei, eins - Knast

Eine Frau aus Niederbayern hat bei Online-Auktionen auf Ebay Waren im Wert von 140.000 Euro verkauft. Ausgeben wird sie das Geld jedoch nicht können.

Eine Frau aus Niederbayern hat bei Internet-Auktionen für mehr als 140.000 Euro gefälschte Markenprodukte verkauft. Die 45-Jährige aus dem Landkreis Deggendorf habe im Laufe eines Jahres bei rund 11.400 Versteigerungen über die Handelplattform eBay Kleidung, Kosmetika oder Elektronik angeboten, teilte die Kriminalpolizei am Donnerstag mit. Die Frau hatte die Imitate von Edelmarken zum großen Teil auf den so genannten Vietnamesenmärkten in Tschechien gekauft und dann als Originale angeboten. Bei den Vernehmungen sei sie weitgehend geständig gewesen.

Massenweise Plagiate

Der Schwindel flog auf, als ein geprellter Käufer aus dem unterfränkischen Mainstockheim, der ein gefälschtes Computerspiel gekauft hatte, gegen die 45-Jährige Anzeige erstattete. Bei der anschließenden Durchsuchung des Hauses der Frau wurde ein ganzes Warenlager voller Plagiate gefunden.

An den Betrügereien waren nach den Erkenntnissen der Fahnder auch noch andere Frauen beteiligt, die ebenfalls gefälschte Waren beschafft oder sich um die Abrechnung gekümmert haben. Der Sohn der Haupttäterin beteiligte sich ebenfalls an den Internetgeschäften. Auf die 45-Jährige kommt nun nicht nur ein Strafprozess zu. Laut Polizei haben rund 40 geschädigte Firmen angekündigt, gegen die Frau Regressforderungen stellen zu wollen.

DPA DPA

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