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Black Tape Project Klebeband als Kleidung: Ist das wirklich ein Mode-Experiment?

Drei Models, die nicht mehr als Klebeband an haben, posieren auf einem Spiegel-Selfie
Drei Models, die nicht mehr als Klebeband an haben. Das "Black Tape Project" wird von vielen in den sozialen Netzwerken gefeiert. Doch dahinter steckt ein ausgeklügeltes Geschäftsmodell. 
© thekingoftape/Instagram
Das Black Tape Project: Das sind Models, die nicht mehr als Klebeband am Körper tragen. Da fällt es dem ein oder anderen schwer wegzugucken. In den sozialen Netzwerken wird die Idee von vielen gefeiert. Doch dahinter steckt ein ausgeklügeltes Geschäftsmodell.

Es ist ein Bild, das einem immer wieder bei Instagram angezeigt wird: Drei junge Frauen stehen vor einem Spiegel. Sie posieren für ein Foto. Das ist nichts Besonderes. Doch diese drei tragen nichts weiter als aufgeklebtes schwarzes Klebeband auf der Haut.

"Selfie Sunday" haben die Mädels dieses Foto genannt. Tausende Male ist es gelikt worden. Wen wundert das? Die Frauen haben auf dem Foto wenig an und sehen nicht schlecht aus. Aber warum haben sie außer dem Tape nichts an?

Das "Black Tape Project" wird in den sozialen Netzwerken gefeiert

Hinter dem Bild steckt Joel Alvarez. Er ist eigentlich Modedesigner aus Miami und hat dieses "Tapen" ins Leben gerufen. Er selbst nennt es "Black Tape Project". "Es ist ein Fashion-Experiment, das versucht, die sinnliche Natur der menschlichen Gestalt kreativ zu präsentieren, wobei es zwischen Innovation und Verführung schwankt", heißt es auf der Facebook-Seite des Projekts.

Fast eine halbe Million "Gefällt mir"-Angaben hat die Fanpage bei Facebook, auf Instagram sind es mehr als 190.000. Wenn man einen Blick auf die Bilder wirft, ist es wenig verwunderlich, dass das "Projekt" so erfolgreich ist. Wie auf dem Spiegel-Selfie ist das Motto der Seite: weniger Tape, mehr Haut.

Mehr Party-Veranstaltung als "Fashion Experiment"

Ob man tatsächlich von einem "Fashion Experiment", besser von einem neuen Trend oder schlicht von Werbung für ein Geschäftsmodell sprechen sollte? Wenn man einen Blick auf die Homepage des "Black Tape Project" wirft, erhält man die Antwort. Das "Projekt" kann man für Partys in Las Vegas, Los Angeles, New York City und Ibiza buchen. Macht also ein Club in einer dieser Städte eine Party und will, dass der Laden voll wird, bucht er das "Black Tape Project" für eine Veranstaltung – und schon kommt Alvarez mit seinem Tape und seinen Models.

Beteiligt an dem Geschäftsmodell sind die Männermagazine "Playboy" und "Maxim". Den meisten Usern in den sozialen Netzwerken ist das aber offenbar egal.

rpw

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