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Kunstprojekt "Internetopia" Mal mir ein Bild vom Internet


Der britische Designer Benjamin Redford will das Internet zeichnen. Wer ihm dafür Geld spendet, darf mitbestimmen, was auf dem Bild zu sehen sein wird. Ganz interaktiv eben.

Wie lässt sich das Internet in wenigen Worten beschreiben? Leuchtfeuer der Demokratie, Überwachungsmaschine für Staat und Konzerne, oder doch nur Abwurfstelle für Katzenbilder und Pornos? Wahrscheinlich ist das alles wahr, denn das Netz ist vor allem eines: Das, was die Nutzer daraus machen.

Diesem Gedanken folgt auch der britische Designer Benjamin Redford, der für sein Kunstprojekt "Internetopia" ein Bild des Internets zeichnet. Ganz analog, mit Stift und Tinte. Aber auch ganz interaktiv. Denn was letztendlich auf dem Gemälde zu sehen sein wird, überlässt Redford den Menschen, die ihn auf der Crowdfunding-Plattform "Kickstarter" mit Spenden unterstützen.

Der Designer will sich "die kollektive Vorstellungskraft des Internets zunutze machen", wie er sagt. Dazu hat er sein Bild in Würfel eingeteilt, die pro Stück einen Dollar kosten. Spender können so viele davon kaufen, wie sie möchten, und sich ein Motiv wünschen, das Redford darin zeichnen soll. Die bisherigen Wünsche dokumentiert er bei "Kickstarter": Ein Pacman im Helikopter ist dabei, genauso wie der Grabstein von Brian aus "Family Guy" oder ein Drache, der Zigarre raucht.

Sechs Tage vor dem Ende der Spendensammlung hat Redford schon fast viermal so viel Geld eingenommen, wie ursprüglich geplant. Deswegen ist noch nicht klar, wie groß - beziehungsweise klein - die Würfel letztlich sein werden. Am Ende soll schließlich alles auf ein Poster von 60 mal 90 Zentimetern passen. Begrenzter Speicherplatz eben.

timb

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