Musikportal Ein Satz mit zwei X: Qtrax, das war nix


Der groß angekündigte Start der kostenlosen und legalen Musiktauschbörse Qtrax entpuppt sich zunächst als Luftnummer: Obwohl Qtrax-Chef Allan Klepfisz persönlich erklärt hatte, dass mit den großen Plattenfirmen Vereinbarungen bestünden, gibt das Unternehmen nun zu: Kein Vertrag wurde bisher unterschrieben.

Der Medienrummel um die erste legale Internet- Musiktauschbörse Qtrax hat sich als übertrieben herausgestellt. Qtrax-Sprecher Rich Schineller bestätigte der DPA, dass das Unternehmen noch keine Verträge mit den großen Musikkonzernen hat. Sie stünden aber vor dem Abschluss, versicherte er. Für die Nutzer heißt das, sie können nicht - wie am Sonntag angekündigt - aus einer Bibliothek von 25 Millionen Songs auswählen. "Wir werden keine unlizenzierten Inhalte anbieten", sagte Schineller. Die Nutzer könnten derzeit die Software herunterladen und sich für den Dienst registrieren.

Qtrax hatte auf der Musikmesse Midem in Cannes groß angekündigt, von Montag an Musik in einem werbefinanzierten Dienst nach dem Tauschbörsen-Prinzip kostenlos und legal zum Download anzubieten. Alle vier Major-Labels (Universal Music, Sony BMG, Warner Music, EMI) sowie zahlreiche kleine Plattenfirmen seien an Bord, hatte Qtrax-Chef Allan Klepfisz erklärt.

"In vollem Bewusstsein gestartet"

Nun sagte der Qtrax-Sprecher: "Wir haben unseren Dienst in vollem Bewusstsein gestartet, dass die Verträge mit den Major Labels noch nicht abgeschlossen sind." Man werde die Verträge bald unter Dach und Fach bringen. Einen Zeitraum dafür wollte er allerdings nicht nennen. Speziell zu Warner Music sagte er: "Eine Vereinbarung mit Warner wird in Kürze erfolgen." Allen beteiligten Plattenfirmen sei bewusst und bekannt gewesen, dass Qtrax an diesem Montag starte.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker