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Nach Besuch in Nordkorea Dennis Rodman entschuldigt sich - für Medienrummel


Bei der Geburtstagsfeier des nordkoreanischen Despoten Kim Jong Un hauchte Dennis Rodman noch ein Ständchen. Jetzt bat er um Entschuldigung für die politische Dimension, die sein Besuch bekommen hat.

Der frühere US-Basketballstar Dennis Rodman hat sich in einem emotionalem Auftritt für den Wirbel um seinen Nordkorea-Besuch entschuldigt. "Es tut mir leid für die Leute. Ich bin nicht der Präsident. Ich bin kein Botschafter", sagte Rodman am Montag nach seiner Rückkehr aus Pjöngjang bei einem Zwischenstopp auf dem Flughafen von Peking. "Ich bin Dennis Rodman. Einfach nur ein Privatmann, der der Welt zeigen will, dass wir zusammenleben und für einen Tag fröhlich sein können", sagte der ehemalige Profisportler, bevor seine Stimme brach und er die Hände vor das Gesicht schlug.

Rodman hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un in der vergangenen Woche persönlich zum Geburtstag gratuliert. Der frühere Star der Chicago Bulls sang in einer Sporthalle in der Hauptstadt Pjöngjang vor tausenden Zuschauern das Geburtstagslied "Happy Birthday" für den totalitär regierenden Staatschef. Der Sender Sky News hat ein Video von dem Auftritt bei Youtube veröffentlicht.

Rodman will kein Verräter sein

Rodmans Auftritte in Nordkorea bringen ihm regelmäßig heftige Kritik ein, weil er es ablehnt, die Menschenrechtslage in dem abgeschotteten Land anzusprechen. Unter anderem wurde er von Ex-Boxweltmeister Mike Tyson als "Verräter" bezeichnet. Dazu sagte der ehemalige Basketballstar nun in Peking: "Ich liebe mein Heimatland, Amerika. Ich liebe es und würde es für nichts in der Welt verraten."

Rodman war in den 1990er Jahren eine der schillerndsten Figuren der US-Basketballliga NBA. Mit Drogen- und Alkoholexzessen sowie mit Affären unter anderem mit Popdiva Madonna sorgte er für Schlagzeilen.

ono/AFP AFP

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