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BKA-Trojaner: Neuer Lösegeld-Schädling im Umlauf

Eine neue Version des BKA-Trojaners ist im Umlauf. Das Schadprogramm sperrt den PC, lädt kinderpornografische Bilder und erpresst 100 Euro. Was Sie beachten sollten und wie Sie den Trojaner loswerden.

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnt vor einer neuen Erpressungswelle mit dem sogenannten BKA-Trojaner im Internet. Auf betroffenen Computern öffnet sich beim Hochfahren ein Popup-Fenster, auf dem das Logo der Behörde zu sehen ist, außerdem werden "Rechtsverletzungen angeführt, die die vermeintliche Ursache für die Sperrung sein sollen", wie es in der Pressemitteilung heißt. Bei der neuen Version der Schadsoftware werden vier kinderpornografische Fotos heruntergeladen, deren Besitz nach Einschätzung der Ermittler strafbar ist. Im weiteren Text wird behauptet, dass "die Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen festgestellt" worden sei und der Rechner deshalb gesperrt wurde.

Wie Sie den Trojaner loswerden

Wie bei der Schadsoftware üblich, wird der Nutzer zur Zahlung eines Lösegelds in Höhe von 100 Euro aufgefordert, die über anonyme, digitale Zahlungsdienstleister wie uKash und Paysafecard ausgeführt werden soll. Das BKA warnt Internet-Nutzer davor, den geforderten Betrag zu zahlen. Den versprochenen Freigabecode zur Entsperrung des Rechners erhält der User nicht, das überwiesene Geld sieht er nie wieder. "Lassen Sie sich von dem Foto und der Behauptung, dass 'die Wiedergabe von pornografischen Inhalten mit Minderjährigen festgestellt' worden sei, nicht einschüchtern und zu Zahlungen drängen", rät das BKA. "Es handelt sich hierbei um eine Form der digitalen Erpressung. Sie sind Opfer einer Straftat geworden."

Hier können Sie dem Autor Christoph Fröhlich auf Google+ folgen

cf
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