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Onlinewerbung: Blocken oder nicht blocken?

Danny Carlton aus den USA verwehrt Nutzern des Firefox den Blick auf seine Webseiten. Denn für diesen Browser gibt es den Werbeblocker "Adblock Plus" - und Carlton fühlt sich deshalb betrogen. Dieser Fall und der Erfolg des Blockers haben einen alten Streit neu entfacht: Ist es okay, Werbung auszublenden?

Von Rainer Mersmann

Danny Carlton betreibt mehr als 40 Homepages (zu finden unter "dannycarlton.net") über sich, seine Familie sowie Gott und die Welt. Und weil das teuer ist, blendet er Werbung auf seinen Seiten ein oder erzielt Einkünfte aus Googles AdSense-Programm. Deshalb sind ihm Surfer, die mit Firefox im Web stöbern, ein Dorn im Auge. Denn für diesen Browser (und andere)gibt es ein kleines Zusatzprogramm, Adblock Plus, mit dem sich die Werbung ausblenden lässt. Aus diesem Grund lenkt Danny Carlton die Firefox-Besucher seiner Webseite "jacklewis.net" auf die Seite "whyfirefoxisblocked.com" um. Dort erfährt der abgestrafte Surfer dann, dass er den armen Danny bestehle: Er bringe ihn um die ihm zustehenden Einnahmen aus Werbe-Klicks.

Nun ist Danny Carlton nicht gerade jemand, den man kennen muss. Aber mit seiner Aktion brachte er es sternschnuppengleich zu einiger Berühmtheit und erregte die Aufmerksamkeit der Presse - bis hin zur "New York Times". Das Interesse an Carlton verblasste schnell wieder, und die Medien lenkten ihr Augenmerk auf geschäftliche und rechtliche Aspekte von Werbe-Blockern.

Adblock Plus, eine Killer-Applikation?

Vor allem private Webseitenbetreiber, Blogger oder Foren, die auf ihren Seiten beispielsweise kostenlos Downloads oder Reiseinfos anbieten, setzen auf Werbeeinblendungen, um die eigenen Kosten niedrig zu halten - viel mehr bringt Pay-per-Click-Werbung nicht ein. Sie hätten bei massenhaftem Einsatz von Ad-Blockern das Nachsehen. Aber auch die Großen der Branche wie etwa Google, die beträchtliche Einnahmen über den Verkauf von Online-Werbung erzielen, sind betroffen. Sie üben sich im Moment noch in Zurückhaltung und haben beschlossen, das Problem zu ignorieren. Derzeit nutzen weltweit nur etwa 2,5 Millionen Surfer den Open-Source-Werbeblocker, der unter der Koordination des Kölners Wladimir Palant entwickelt wird, doch die Tendenz ist steigend. Nach Angaben von Palant wird das Plugin 300.000 bis 400.000 Mal pro Monat heruntergeladen. Und wer es einmal installiert hat, wird es nicht wieder deinstallieren - zu angenehm ist das werbefreie Surfen.

Die Frage ist: Wie verhalten sich die Werbe-Giganten, wenn 50 oder 60 Prozent der Surfer Online-Werbung blockieren? Werden Sie vor Gericht ziehen, wie es die Filmindustrie 1979 gegen die Hersteller von Videorekordern getan hat, weil die Verbraucher die Werbung durch schnelles Vorspulen überspringen könnten? (Ein Prozess, den die Filmindustrie damals übrigens verlor.)

Andererseits leben wir in einem kapitalistischen Wirtschaftssystem, das keine Garantie auf geschäftliche Erfolge gibt. Genauso wenig, wie ein Hersteller von Gartenzwergen das Recht für sich in Anspruch nehmen kann, jeder Deutsche müsse mindestens einen Gartenzwerg kaufen, können Webseiten-Betreiber und Online-Vermarkter darauf drängen, dass die geschaltete Werbung angesehen, geschweige denn angeklickt wird. Bleiben die Einnahmen durch Werbe-Klicks aus, hat sich das Geschäftsmodell überholt - die Betroffenen müssen sich dann etwas Neues einfallen lassen.

Die Frage nach dem Urheberrecht

Die Diskussionen um Adblock Plus werfen noch eine weitere Frage auf: Führt das Plugin zu Verletzungen des Urheberrechts? So steht beispielsweise in den Nutzungsbedingungen zur ProSieben-Webseite: "Ihre Nutzung unterliegt den geltenden Urheberrechten. Diese Website darf ohne Zustimmung von SIM (SevenOne Intermedia) nicht verändert, ...werden." Die Webseiten von ProSieben sind also urheberrechtlich geschützt. Fraglich ist, ob sich das Copyright ausschließlich auf die normalen Inhalte der Seiten bezieht oder auch auf die Werbeeinblendungen. Verletzt der Adblock-Plus-Nutzer durch Ausblenden der Werbung das Urheberrecht? Vermutlich wird das bei zunehmender Beliebtheit des kleinen Zusatzprogramms ein Gericht klären müssen. Treffen würde es dann die Entwickler, da der einzelne werbeblockierende Surfer kaum zu fassen ist.

Ein solches Vorgehen der Werbe- und Medien-Industrie wäre aber von vornherein zum Scheitern verurteilt. Selbst, wenn Gerichte den derzeitigen Entwicklern die Verbreitung des Programms untersagten, der Quell-Code des Programms ist frei verfügbar - und andere Programmierer würden das Projekt aufgreifen, weiterentwickeln und das Plugin notfalls über das Ausland verbreiten. Genauso, wie es nach der letzten Novelle des Urheberrechts mit Programmen zum Knacken des Kopierschutzes für CDs und DVDs geschehen ist.

Online-Werbung auf Kosten der Verbraucher

Nun entsteht so ein Zusatzprogramm nicht einfach aus dem Nichts heraus, sondern weil Bedarf existiert. Zu den Zeiten der 14.4-Modems wurden Werbetexte und Pixelgrafiken in damalige BTX-Seiten eingeblendet, bei den 56K-Modems waren es kleine Bilder, zu ISDN-Zeiten wurden die Werbebilder größer und animiert. Jetzt, wo DSL weit verbreitet ist, zappelt Flash-Werbung auf dem Bildschirm, mit Dateigrößen, die ein Vielfaches der Größe des eigentlichen Inhalts der jeweiligen Seite haben - und dementsprechend großen Download-Zeiten. Und der Download kostet Geld: Wer keine Flatrate hat, sondern einen Volumen- oder Zeittarif, bezahlt für diese Werbung.

Selbst Flatrate-Besitzer zahlen für das Anschauen der Reklame - zumindest, wenn sie das Internet beruflich nutzen, zum Beispiel zur Recherche. Nicht nur, dass die Seiten langsam laden und damit den Zeitaufwand für eine Recherche verlängern, die Zappel-Werbung treibt auch die Prozessor-Auslastung des PCs in die Höhe. Und da Büro-Rechner nicht immer die schnellsten sind, ist eine Prozessorlast von 90 bis 100 Prozent für eine einzelne Seite keine Seltenheit. Müssen dann noch drei oder vier Seiten geöffnet werden, geht das auf Kosten anderer Anwendungen und der Rechner geht in die Knie. Parallel zur Recherche, in Word den Artikel zu schreiben wird damit zur Qual. Das alles kostet Zeit - Arbeitszeit - und damit Geld. Abgesehen davon steigt auch der Stromverbrauch und mit ihm die Stromrechnung. Google hat das mit seinen AdSense- und AdWords-Programmen bereits frühzeitig erkannt und beschränkt sich auf reine Textwerbung und kleine Bilder. Andere Werbe-Vermarkter werden es vielleicht auch merken - wenn die Gewinne sinken.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?
  • Rainer Mersmann