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Photoshop bei gemalten Klassikern Wenn die Venus zur Barbie wird


Speckfalten, zu kleine Brüste, zu großer Po: Heutzutage wird mit Photoshop jeder und alles bearbeitet, auf dass er oder es noch "schöner" werde. So sähe das bei klassischen Gemälden aus.

Wie sähen die bekanntesten Gemälde und ihre Hauptfiguren wohl aus, würde man moderne Standards anlegen? Diese Frage hat sich Lauren Wade gestellt, langjährige Fotoredakteurin und tagtäglich mit der Optimierung von Bilder beschäftigt. Sprich: mit den unendlichen Möglichkeiten von Photoshop.

Was Wade dabei immer wieder erstaunt, ist, wie selten das Ausmaß der Retouche wahrgenommen wird. Weil wir nur noch retouchierte Menschen zu sehen bekommen. Weil wir uns schon so sehr an diese schönen Personen auf Fotos gewöhnt haben, dass wir nicht mehr darüber nachdenken.

Wenn wir grübeln, dann über die eigenen Kilos und Falten und krummen Nasen: Trotz besseren Wissens eifern wir noch immer den gephotoshoppten Idealen nach. Absurd.

Und deshalb überlegte sich Wade ein vergleichbar absurdes Projekt: Sie nahm sich die Gemäldeklassiker von Botticelli & Co. und tat mit den üppigen Frauengestalten, was sie ständig tut: Brüste vergrößern, Hintern verkleinern und Wesepentaillen schaffen.

Das Ergebnis erinnert an Barbie. Und tötet jede Sinnlichkeit des ursprünglichen Gemäldes.

küt

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