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Rührende Facebook-Aktion: Geburtstagsüberraschung für den einsamen Colin

Ihr Sohn wollte nicht feiern, weil er keine Freunde hat. Daraufhin richtete die Mutter ihm bei Facebook eine Happy-Birthday-Seite ein. Nun freuen sich über eine Million Menschen auf Colins Geburtstag.

Von Viktoria Meinholz

Mithilfe einer Facebook-Seite will eine Mutter ihrem Sohn beweisen, dass er an seinem Geburtstag nicht allein ist. Sie hatte mit vielleicht 50 Likes und ein paar Kommentaren ihrer Freunde gerechnet - jetzt gratulieren Menschen aus der ganzen Welt und senden per Post Geburtstagsgrüße nach Michigan.

Angefangen hat alles damit, dass Colin keine Party zu seinem 11. Geburtstag wollte. Er habe einfach niemanden, den er einladen könnte, sagte er seiner Mutter. Bei dem Jungen aus Michigan wurde eine Form des Asperger-Syndroms diagnostiziert. Er tut sich im Umgang mit anderen Kindern schwer, kann sich in Gruppen schlecht anpassen. Laut seiner Mutter hat er in der Schule keine Freunde und verbringt sein Mittagessen immer allein im Schulbüro.

Um ihren Sohn aufzuheitern und ihm zu zeigen, dass es Menschen gibt, die an ihn denken, richtete die Mutter am 2. Februar eine Facebook-Seite für ihn ein. Innerhalb weniger Tage stiegen die Klickzahlen, inzwischen wurde über ihre Aktion weltweit berichtet. Allein von Dienstagabend bis Mittwochvormittag stieg die Zahl der Fans noch einmal rasant von 35.000 auf knapp 875.000, inzwischen sind es über eine Million.

Er möchte Komiker werden - oder Pastor

Auf der Facebook-Seite erzählt Colins Mutter kleine Geschichten aus dem Leben ihres Sohnes. Der Junge spiele am liebsten mit seinem Nintendo 3DS, sei ein großer Fan der Serie "Doktor Who" und wenn er groß sei, wolle er entweder Komiker oder Pastor werden. Aus jeder Zeile spricht die Liebe, die sie für ihr Kind empfindet. Auf vielfachen Wunsch hat sie ein Postfach für ihren Sohn eingerichtet, die ersten Geburtstagsbriefe sind bereits in Michigan eingetroffen.

Colins Mutter will ihrem Sohn erst an seinem Geburtstag am 9. März von seinen neuen Freunden aus der ganzen Welt erzählen. Mal sehen, wie viele es bis dahin sein werden.

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