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So funktioniert Ebay: Wie ich Verkäufer werde

In sechs Schritten zum Verkäufer bei Ebay.

1: Anmelden (einmalig)

Wer bei Ebay kauft oder verkauft, muss sich zunächst unter www.ebay.de anmelden. Die Postanschrift, der selbst gewählte Ebay-Name und ein Passwort werden in ein Online-Formular eingegeben und von Ebay gespeichert. Wer viel verkaufen will, sollte einen möglichst unverfänglichen, seriösen Namen wählen, den man sich gut merken kann.

2: Artikel einstellen

Es gibt zwei Möglichkeiten, etwas anzubieten: entweder zu einem vom Verkäufer festgelegten Festpreis oder durch eine Auktion. Der Verkäufer trägt in ein Online-Formular ein, was er verkaufen will, wie lange die Auktion dauern (3, 5, 7 oder 10 Tage) und wie hoch das Mindestgebot sein soll. Außerdem wählt er eine Kategorie, der der Artikel zuzuordnen ist ("Elektrogeräte", "Bücher", "Uhren & Schmuck"). Bei der Produktbezeichnung ist die korrekte Rechtschreibung besonders wichtig! Die meisten Auktionen werden über die Suchfunktion angesteuert. Stimmt nur ein einziger Buchstabe nicht, fällt das Angebot bei der Suche durchs Raster. Wichtig ist auch der Zeitpunkt des Auktionsendes: besser nicht nachts und auch nicht Freitagvormittags (da führt Ebay Wartungsarbeiten durch), auch nicht, wenn gerade ein wichtiges Fußballspiel im Fernsehen läuft.

3: Artikel verwalten

Ebay bietet die Möglichkeit, Artikel durch außergewöhnliche Schriftarten hervorzuheben oder Artikel mehreren Kategorien zuzuordnen - das kostet aber Geld. Ganz wichtig ist ein aussagekräftiges Foto: Das sollte inzwischen zu jeder Ebay-Auktion gehören. Auch Fotos, die mit billigen Digitalkameras geknipst worden sind, reichen für Ebay-Angebote normalerweise aus. Verkäufer sollten während der Auktion zumindest per E-Mail erreichbar sein, um Fragen von potenziellen Käufern beantworten zu können. Sollten nach ein paar Tagen noch keine Gebote vorliegen, kann der Verkäufer den Artikel in eine andere Kategorie verlegen und den Beschreibungstext ändern. Verkäufer sollten sich in die Rolle des Suchenden versetzen: Welche Begriffe könnten Interessenten in das Suchfeld eingeben? Diese sollten im Beschreibungstext auf jeden Fall auftauchen.

4: Kauf abschließen

Hat sich ein Käufer gefunden, will er möglichst bald per E-Mail Versandkosten, Versandart und Zahlungsmethode erfahren. Gezahlt wird dann meist durch Vorausüberweisung oder - bei persönlicher Übergabe des Artikels - in bar. Vom Ergebnis der Auktion hängen auch die Ebay-Gebühren ab, die normalerweise vom Verkäufer getragen werden. Für das bloße Einstellen eines Artikels berechnet Ebay eine Angebotsgebühr, die je nach Startpreis zwischen 0,25 und 2,40 Euro liegt. Dazu kommt eine Verkaufsprovision, die bis zu 4 Prozent des Verkaufspreises beträgt. Für Boote, Autos und Flugzeuge gelten besondere Gebühren.

5: Artikel versenden

Ist das Geld auf dem Konto des Verkäufers angekommen, sollte er den Artikel möglichst bald an den Verkäufer schicken, per Post oder mit einem Kurierdienst. Wer sich absichern will, sollte bei teureren Produkten eine Versandversicherung abschließen.

6: Käufer bewerten

Hat der Kunde schnell bezahlt? War er freundlich? Das System Ebay lebt von einem Bewertungssystem, bei dem nach jedem Kauf eingeschätzt wird, ob der Kontakt "positiv", "neutral" oder "negativ" war. Diese Eintragungen werden dem Ebay-Namen fest zugeordnet, eine nachträgliche Löschung ist dann fast nicht mehr möglich. Es ist ein gut funktionierendes Instrument, um schwarze Schafe abzuschrecken: Wer als Verkäufer zu viele negative Bewertungen bekommt, muss damit rechnen, seine Produkte in Zukunft nicht mehr so leicht loszuwerden.

Ulf Schönert / print
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