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Neue Seite Swipebuster Tinder: So finden sie heraus, ob Ihr Partner fremdgeht


Wer schnellen Sex will, wird bei Tinder meist fündig. Und nicht jeder, der sich dort herumtreibt, ist auch Single. Eine Webseite will nun über jeden herausfinden können, ob und wann er Tinder nutzt - ohne dass derjenige davon etwas erfährt.

Ob auf der Suche nach Liebe, Sex oder nur mal zum Schauen: Millionen Deutsche sind bei der Dating-Plattform Tinder angemeldet. Die meisten eher nicht, um neue Freunde kennenzulernen. Kein Wunder also, dass viele Menschen alles andere als erfreut sind, wenn sie erfahren, dass ihr Partner sich bei Tinder tummelt. Bisher flogen Fremdflirter am ehesten dadurch auf, dass Freunde sie zufällig fanden. Nun kann jeder selbst nachschauen: Die Seite Swipebuster behauptet, bei jedem herausfinden zu können, ob er Tinder benutzt - und sogar, wann er zuletzt aktiv war.

Dazu braucht Swipebuster nicht viele Informationen. Den Vornamen aus dem Facebook-Profil, das Alter und der Ort, an dem Tinder vermutlich genutzt wurde, reichen völlig aus. Dann zeigt der Dienst sämtliche Personen, auf die diese Kriterien zutreffen. Inklusive Bildern. Selbst in Großstädten und mit Allerweltsnamen dürfte es keine unüberschaubare Anzahl von Treffern geben. Und schon sitzen potenzielle Fremdgeher in der Klemme.

Tinder-Fremdflirter in Erklärungsnot

Denn zu behaupten, man habe das Profil noch von früher, zieht leider nicht: Swipebuster zeigt nämlich auch an, wann das letzte Mal getindert wurde. Und wenn das nicht allzu lange her ist, wird es mit den Ausreden schwierig.

Dem Entwickler der Seite geht es nach eigenen Angaben vor allem darum, auf die Unmengen von Daten hinzuweisen, die Nutzer über sich selbst ins Internet schaufeln. Das sagte er gegenüber Vanity Fair. Swipebuster greift seine Daten nämlich nicht über irgendwelche Hacks ab, sondern aus von Tinder ganz offiziell zur Verfügung gestellten Daten.

Von wegen Datenschutz

Ob der anonyme Entwickler allerdings wirklich so ein Menschenfreund ist, darf bezweifelt werden. Zum einen findet sich auf Swipebuster kein einziger Hinweis, dass es ihm um Datenschutz geht. Zum anderen lässt er sich seinen Dienst bezahlen: 4,99 US-Dollar, also knapp 4,40 Euro, verlangt er für eine Suche. Nur um seine Bekannten auszuschnüffeln, bezahlen das wohl die wenigsten. Und für Datenschutz schon gar nicht.


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